Donnerstag, 5. Juni 2014

Wunder-Bar-Camps

Eigentlich hört sich das doch an wie die eierlegende Wollmilchsau: Ein Fortbildung, bei der ich als Lehrer nicht etwa nur zuhöre, sondern selbst etwas beitrage. Wie oft habe ich schon in einer Fortbildung gesessen und gedacht: "Stimmt, das habe ich auch schon so gemacht - nur nicht so gut." Oder aber: "... nur viel besser!" Gute Ideen hat jeder Lehrer und jede Lehrerin. Aber nicht immer kommt man mit interessierten Kolleginnen und Kollegen darüber ins Gespräch. Und Barcamps scheinen mir genau dieses Problem zu lösen, wenn ich den Beiträgen im #EdchatDE glauben darf: "Jeder bringt seine Stärken ein, alle lernen von allen!", das hört sich doch schonmal gut an. Jede(r) kann mitmachen und sein "Wissen ohne Druck einbringen"! Alle Kolleginnen und Kollegen, die teilnehmen, können auch beitragen! Ein Barcamp ist also eine Un-Konferenz, bei der sich Menschen in einer offenen Umgebung austauschen und voneinander lernen können. "Es ist eine intensive Veranstaltung mit Diskussionen, Präsentationen, und Interaktion der Teilnehmer untereinander", so die Seite BarCamp Berlin. Vielleicht gelingt es mir ja ein Barcamp nach dem Muster der Kollegin Verena Zimmer auszuprobieren. Wir werden sehen ... Danke an die Kollegen für die Ideen und Anregungen!

Mittwoch, 8. Januar 2014

Wörterbücher online im Unterricht leicht und schnell nutzen - mit QR-Codes

In meiner Klasse befinden sich leider nicht genug Wörterbücher, ich meine diese gedruckten, echten Bücher zum Nachschlagen. 30 Stück hätte ich gern gehabt. Alles Bitten und Betteln bei der Schulleitung half nichts - kein Geld!
Aber ich möchte die Schülerinnen und Schüler natürlich zum selbständigen Nachschlagen von richtigen Schreibungen erziehen. Also mussten Wörterbücher her, bestenfalls für jeden Schüler und jede Schülerin ein eigenes. Immer verfügbar, leicht zugänglich. Die Lösung liegt auf der Hand, zumal in meiner Klasse alle Kinder über ein Smartphone verfügen, was inzwischen wohl Standard geworden ist! Wie gut das ist, sei dahingestellt, aber die Geräte sind da und werden für alles Mögliche genutzt, warum nicht für etwas Sinnvolles? Alle Kinder verfügen zudem über einen Wlan-Zugang innerhalb der Schule, sodass ihnen private Kosten erspart bleiben.

Der Zugang zu Nachschlageseiten sollte einfach und schnell gehen und da lag die Nutzung von QR-Codes nah. Gesagt, getan! In vierfacher Ausführung hängt das nebenstehende Dokument jetzt im Klassenzimmer. Statt zum Bücherregal gehen die Jugendlichen jetzt eben zum Scan-Code. Der Effekt ist derselbe!

Mit einem schnellen Scan mit ihrem Android-Handy oder dem iPhone landen die Schülerinnen und Schüler direkt auf der entsprechenden Nachschlageseite. Und das Schönste ist: Nachschlagen macht auf einmal Riesenspaß!

Creative Commons LizenzvertragWenn Sie die QR-Code-Datei für Ihren Unterricht nutzen möchten, können Sie sich ein Exemplar als PDF-Dokument hier herunterladen. Viel Spaß!

Montag, 25. Februar 2013

Geführter Zugriff beim iPad im Unterrichtseinsatz

"Klassenlehrerin Münch will Schüler notfalls mit einer disziplinierenden Maßnahme dazu bringen, das iPad nicht nur zum Spielen zu gebrauchen. Im Extremfall will sie den Kindern dann verbieten, Musik und Filme herunterzuladen. Mal sehen, ob das klappt.", aber nötig ist das natürlich nicht, denn iPads lassen sich inzwischen auch mit Beschränkungen versehen, sodass Schülerinnen und Schüler etwa in einer Unterrichtsstunde nur das Programm benutzen, dass sie auch wirklich benutzen sollen.

Dazu verfügt jedes iPad über den sogenannten "geführten Zugriff", damit lässt sich die Nutzung des iPads ganz einfach auf ein Programm beschränken. Soll im Unterricht etwa nur GarageBand verwendet werden, können so alle anderen Programme gesperrt werden. Wie es geht wird hier sehr einfach erklärt! Gut, es ist etwas Arbeit, das einzurichten, aber danach gibt es in der Stunden keinen Grund mehr, etwas zu "verbieten"! ;-)

Donnerstag, 16. Juni 2011

Moodle-di-doodle - Elternarbeit einmal anders

Immer mehr Kollegen nutzen - das LMS moodle ist seit langem etabliert - moodle auch als Informationsplattform für die Eltern. Sei es um über die Klassenfahrt zu informieren oder in Foren zu diskutieren, sei es um schnell zu bestimmten Themen zu arbeiten. Moodle ermöglicht die schnelle Information über Theaterbesuche, Teilnahme an Schreibwettbewerben oder was auch immer. Vor allem: Links zu Seiten des Theaters oder zum Ziel des Wandertags lassen sich einfügen. Ein Kalender mit wichtigen Terminen, wichtige Formulare oder auch die Ergebnisse von Klassenarbeiten runden das Angebot ab. Außerdem ergibt sich so nach und nach eine Art Klassenportfolio! Inzwischen gibt es Schulen mit einem eigenen Eltern-Moodle, es scheint sich doch auf hier der praktische Nutzen durchzusetzen.

Um den perfekten Termin, mit größtmöglicher Elternbeteiligung für die Klassenpflegschaft zu finden, eignet sich übrigens die Online-Terminfinder-Seite doodle ganz hervorragend. Eltern sind inzwischen eben auch immer öfter online!

Montag, 9. Mai 2011

Digitales Lern- und Lesetagebuch - schön und einfach

Lassen Sie Ihre Schüler manchmal ein Lesetagebuch - bei der Zentrale für Unterrichtsmedien wird im Wiki genau erklärt, was das ist - führen? Wünschen Sie sich gelegentlich, dass die Klasse in einem Arbeits- oder Lerntagebuch aufführt, was sie plant oder erledigt hat?
Die Kinder und Jugendlichen notieren hier regelmäßig, was sie gelesen, gelernt oder erarbeitet haben: "Lerntagebücher dienen der schriftlichen, chronologischen Dokumentation von Gelerntem, Erfahrungen oder typischen Anwendungsfällen für Gelerntes." (ZUM-Wiki) Ein sinnvoller Schritt auf dem Weg zum Portfolio.
Wer ein Lerntagebuch elektronisch führen lassen möchte, dem bietet die Internetseite Penzu dazu eine sehr gute Möglichkeit. Hier können Schüler mit Hilfe einer sehr einfachen Benutzer-Oberfläche ein Online-Tagebuch führen. Bilder lassen sich ganz einfach anhängen und verschönern so die jeweilige Tagebuchseite.

Vor allem aber: jeder Schüler kann selbst entscheiden, ob er den Tagebucheintrag - mit einer einfachen Eingabe der Empfänger-Mailadresse - an andere Leser, also z.B. den Lehrer oder seine Mitschüler - weitergibt.

Wie wäre es mit folgendem Szenario: Die Schülerinnen lesen einen Jugendroman, z.B. Erebos, eine spannende Geschichte, bei der Computerspiel und Wirklichkeit immer mehr miteinander verschmelzen - und halten ihre Leseerfahrungen bei Penzu fest. Ob das nun kriteriengeleitet oder frei passiert, ob Fragen zum Inhalt gestellt werden oder ob es nur wenige Vorgaben für die Arbeit gibt, die Arbeit mit Penzu macht - auch jüngeren Schülern - Riesenspaß.

Die Nutzung ist natürlich kostenlos, aber leider ist die Pro-Werbung etwas penetrant. Vielleicht sollte man einmal die kostenlose Nutzung für Bildungsinstitutionen anregen.

Montag, 4. April 2011

Vom digitalen Däumling: autonom, einfallsreich, erfinderisch

Vielleicht ist es einfach das Ende der Bechsteinschen Däumlingsgeschichte (ursprünglich von Charles Perrault) "seine Abenteuer, die er mit Hilfe seiner Stiefel bestand" und die "nicht zu beschreiben" sind, die den über 80jährigen französischen Philosophen Michel Serres zu seiner Einschätzung bewegt haben mögen, noch einmal 18 sein zu wollen.



Das Abenteuer, das er erleben will, ist allerdings ganz anderer Art: die elektronischen Verheißungen unserer Zeit und ihre sinnvolle Nutzung. Der Däumling ist hier auch nicht mehr der kleine, schlaue Junge, der seine Brüder vor Hunger, Verzweiflung und Gefressenwerden rettet. Nein, der neue Däumling ist der, dem es gelingt mit Hilfe seines Daumens, die Welt digital zu erkunden. Auf dem Smartphone nämlich!

Serres sieht im Digital Native gar einen "neuen Menschen". Der kann sich sein Wissen beschaffen, immer und überall. Und der Schluss, den er daraus zieht ist für Lehrer besonders interessant: " Die gesamte Pädagogik werde sich daher vollkommen wandeln müssen, sei sie doch bislang darauf ausgerichtet, Wissen zu vermitteln. Alles Wissen aber sei heute 'immer und überall bereits vermittelt', nicht konzentriert, aber diffundiert in der vernetzten und verlinkten Gesellschaft. Kein Guru, keine Methode, kein Lehrer, nur Wikipedia, Facebook und Twitter", soweit Niklas Hofmanns Paraphrase des Vortrags, den Serres vor einigen Wochen vor der Académie française gehalten hat, in der Süddeutschen Zeitung.

Ist Frank Schirrmacher ("Kurzum: Ich werde aufgefressen.") dann derjenige, der uns vor dem Menschenfresser aus dem Märchen warnt, der dem Däumling ans Leben will? Verleiten die digitalen Siebenmeilenstiefel uns zu fehlender Konzentration? Gegen diese Behauptung verwahrt sich David Bauer im Spiegel vehement: "Das Web macht uns nicht dümmer" - als wir sind, möchte man hinzufügen. Im Gegenteil: "Autonom, einfallsreich, erfinderisch werde die neue Generation sein", so vermutet der Journalist Paul-Henri Moinet im Magazin Le nouvel Économiste in seiner Darstellung der Ideen Serras.

Donnerstag, 27. Januar 2011

Präsentable Online-Kostbarkeiten

Bei der Namensgebung soll man wahrscheinlich an Preziosen denken und so schlecht ist die Assoziation nicht. Schließlich geht es hier um eine wunderbare Art, nette und nachhaltige Präsentationen zu erstellen. Nicht etwa nur einfache Computerpräsentationen, wie man sie mit Keynote, Impress und Powerpoint erstellen kann. Die Prezi-Präsentationen sind einfach witziger und besser. Bilder können zweckgebunden integriert werden und auch passende Videos von Youtube lassen sich an beliebiger Stelle einbinden.

Die Nutzung im Unterricht ist vielfältig! Ob bei der selbständigen Erarbeitung eines Themenbereichs durch die Schüler mit einem fertigen Prezi, bei der lehrerzentrierten Präsentation mit Prezi-Unterstützung oder aber beim - zugegebenen nicht unaufwändigen - Erstellen eines eigenen Prezis, der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Am besten macht man sich selbst ein Bild, wenn man etwa die Sieben Weltwunder nahegebracht bekommt. Bei diesem Prezi wird wunderbar deutlich, wie stark es bei der Strukturierung hilft, denn innerhalb einer klugen Gesamtstruktur wird immer hin und her gesprungen. Im Nachhinein kann der Betrachter einzelne Punkte nochmals in Ruhe ansteuern und betrachten oder aber das Gesamtbild in den Blick nehmen.


Nett auch dieses Schülerreferat zum Thema Imperialismus, hier werden die technischen Möglichkeiten schön ausgenutzt, wenn auch manchmal der Text etwas schwer lesbar ist:


Schließlich noch mein erster Versuch über die Gefahren im Internet:


Um selbst ein Prezi zu erstellen, muss man sich nur anmelden. Wenn man seine Ergebnisse dann öffentlich macht, bleibt alles kostenlos!

Donnerstag, 13. Januar 2011

"Mach deine Hausaufgaben", zwitscherte sie mir ins Ohr

Hausaufgaben müssen sein, mindestens in der Oberstufe. Nicht immer ist es dabei motivierend für die Schüler und nicht immer behalten sie den Überblick. Wichtig ist dabei aber vor allem eines: die Schüler müssen wissen, was sie zu tun haben und sie müssen die Aufgaben erledigen.

Ein Weg um das sicherzustellen ist es, die Hausaufgaben zu twittern. Aus meiner Sicht eine der wenigen sinnvollen Anwendung für Twitter, aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren ...

Für getwitterte Hausaufgaben sprechen gleich mehrere Gründe. Didaktisch gesehen ist oft am Ende einer intensiv genutzten Stunde die Luft raus. Schlimmstenfalls nach dem Gong wird noch schnell mündlich gesagt, was als Hausaufgabe zu erledigen ist. Das ist verbesserungsfähig: Hausaufgaben können an die Tafel geschrieben werden oder auf Folie aufgelegt werden, auf alle Fälle müssen sie m.E. visualisiert werden. Wer seinen Unterricht allerdings ohnehin am Rechner vorbereitet, hat die Hausaufgabenformulierung meist schon in getippter Form vorliegen. Was spricht dagegen, diese dann auch noch schnell an alle interessierten Schüler per Twitter zu versenden? Natürlich als Zusatzangebot!

Damit zum zweiten Grund: Die Schüler nehmen das Angebot hochmotiviert an! Sie nutzen Twitter ohnehin häufig und bekommen so - das mag man pädagogisch bedenklich finden - ihre Hausaufgaben frei Haus geliefert. Wenn eine zusätzliche Motivation, seine Hausaufgaben zu erledigen, so einfach ist, was spricht dagegen?

Verfügt man als Lehrer über ein mobiles Eingabegerät, ob Smartphone, iPod oder iPad, lässt sich die ganze Aktion ohne weiteres direkt im Unterricht erledigen. Und jeder interessierte Schüler hat die Hausaufgaben vorliegen und muss sie dann auch erledigen - im Prinzip!

Montag, 10. Januar 2011

Denn sie wissen nicht, was sie tun - warum Jugendliche sicher suchen sollten

Gut, der Satz " Ich hab' sie geixquickt!" hört sich zugegebenermaßen nicht so lässig an wie "Ich hab' ihn gegoogelt" - aber vielleicht ist Coolness im Umgang mit den eigenen Daten auch nicht wirklich sinnvoll. Schließlich wird jedes "Mal, wenn Sie eine der gebräuchlichen Suchmaschinen verwenden, [...] Ihre Suchanfragen gespeichert. Die meisten Suchmaschinen erfassen IhreIP-Adresse und verwenden Tracking Cookies, um Ihre Suchbegriffe, den Zeitpunkt Ihres Besuchs sowie die ausgewählten Links aufzuzeichnen, um diese Informationen dann in einer gigantischen Datenbank zu speichern." Diese Information von der Seite Ixquick.de sollte einen zumindest nachdenklich stimmen. Der österreichische Standard titelte nicht ohne Grund bereits im Juni 2009 "Google sammelt mehr Daten als alle anderen" und dabei geht es nicht um die Fassaden unserer Häuser. Bei Facebook gibt jeder Nutzer seine Informationen immerhin mehr oder weniger freiwillig preis. Spätestens seit die Börse ein so reges Interesse an Facebook zeigt, sollte aber jedem klar sein, woher der Wind weht.

Aber zurück zu den Suchmaschinen google und Co. Ihre "Suchanfragen offenbaren eine schockierende Vielzahl von persönlichen Informationen zu Ihnen wie Ihren Interessen, Familienverhältnissen, politischen Überzeugungen, Ihrem Gesundheitszustand usw. Diese Informationen stellen eine wahre Goldgrube für Marketingspezialisten, Behördenmitarbeiter, Hacker und Kriminelle dar, die allesamt gern in den Besitz Ihrer persönlichen Suchdaten kommen möchten." So informiert die Seite Ixquick weiter. Familienverhältnisse? Klar, die Suche nach Star Wars Lego im Dezember. Interessen? Ja, alle von Ihnen gesuchten Interessen! Politische Überzeugungen? Sicher, auch die Suche nach Seiten über Neonazis für die Vorbereitung des Geschichtsunterrichts blieb nicht unregistriert. Ich suche also nach etwas und diese Information wird gespeichert, genutzt, teuer verkauft und im Zweifelsfall gegen mich verwendet!

Gerade davor sollten Schülerinnen und Schüler allerdings intensiv geschützt werden. Nicht nur vor der freiwilligen Datenweitergabe bei Facebook oder Schüler-VZ, ob persönliche Vorlieben, Hobbys, Fotos oder der Beziehungsstatus. Insgesamt nutzen mehr als 40 Millionen Europäer solche Kommunikationsplattformen! Und mehr als zwei Drittel aller Jugendlichen sind dabei. Gerade diese müssen den Umgang mit ihren Daten lernen, z.B. mit dem Material zu Datenschutz und Persönlichkeitsrechten im Netz von klicksafe.de

Man sollte den Schülern vor allem klar machen, welche Daten sie bei der Google-Nutzung weitergeben, ohne dass sie darüber nachdenken, ohne dass sie es merken und wahrscheinlich auch ohne dass sie es wirklich wollen. Wie man das ändern kann? Ixquick als Standardsuchmaschine im Br0wser einrichten und sonst eben auch nur noch Ixquick benutzen. Nicht nur in der Schule!

Und: Ixquick kann noch mehr, die Suchmaschine ermöglicht Nutzern auch anonym zu surfen.

Montag, 29. November 2010

Edmond macht's möglich ...


Im letzten Dezember gab es "einen aufregenden Tag für eine Kollegin und für mich. Das Medienzentrum Rheinland drehte einen Film über den Einsatz von Edmond-Medien im Unterricht. Edmond ist - auch wenn der Name es nahelegt - keine Person, sondern eine Abkürzung: Elektronische Distribution von Bildungsmedien on demand. Wir sollten innovativen Einsatz von Filmen zeigen, die wir uns bei Edmond heruntergeladen haben. Das Angebot an Filmen, Hörtexten und auch an Software ist ziemlich gut, die Suche und der Download gestalten sich aber als etwas holprig, auch im Hinblick auf die angebotenen Formate.

Meine Kollegin hat die Filme in einem Moodle-Kurs eingebaut und zeigt mit den Schülern Biologie-Unterricht: anhand von sachgerechten Filmen wird deutlich, welche Wirkung Drogen auf den menschlichen Organismus haben. Ich habe mir eine Stationenarbeit ausgedacht, bei der die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen Filme zum Ersten Weltkrieg auf ihren eigenen iPods bzw. iPhones ansehen können, um sich so einen ersten filmischen Eindruck von den Voraussetzungen des Krieges und vom Kriegsverlauf zu verschaffen. An jeder Station liegen zwei Geräte mit jeweils zwei Kopfhörern bereit, auf denen pro Station ein anderer Film zu sehen ist. So entwickelt sich nach und nach ein digitales Mosaik des Ersten Weltkriegs. Natürlich gibt es auch zwei Stationen, die mit nicht-elektronischen Medien ausgestattet sind, darunter die Auseinandersetzung mit dem berühmten Kriegsbild von Otto Dix. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt auf dem Smartboard. Einige davon hat die Schule glücklicherweise angeschafft. So kann, für alle gut sichtbar, etwa die Bündnissituation vor dem Krieg auf einer digitalen Karte eingetragen werden." - Soweit mein Post vom Dezember 2009.

Jetzt endlich sind die Filme fertig und man kann sich den Biologie- und den Geschichtsfilm ansehen. Das Biologie-Beispiel finde ich sehr gut gelungen, bei meinem Geschichtsunterricht fragt man sich allerdings, ob Shakespeare ("Much ado about nothing") etwas zu wörtlich genommen wurde. Außerdem gibt's auch einige nette andere Ideen. Trotz allem: Viel Spaß!

Montag, 5. Juli 2010

Elektronisch unterrichten muss wohl doch sein

"Internet macht nicht dümmer" so titelt die Süddeutsche Zeitung von heute im Feuilleton. Natürlich, ob "Druckerpresse, Zeitungen, Taschenbücher oder Fernsehen - sie alle erklärte man zu Bedrohungen für die geistige Leistungskraft und die Charakterstärke ihrer Konsumenten", schreibt Steven Pinker, Professor für Psychologie in Harvard, wohl nicht ganz zu Unrecht. Den häufig gezogenen Schluss daraus aber, dass Präsentationsprogramme, Suchmaschinennutzung und die Nutzung von Twitter unsere Intelligenz schmälerten, weist er weit von sich.

"Würden elektronische Medien die Intelligenz gefährden, so müsste die wissenschaftliche Qualität längst ins Bodenlose stürzen. Aber neue Entdeckungen und Erfindungen entstehen mit der Geschwindigkeit von Fruchtfliegen; der Fortschritt ist atemberaubend", so Pinker weiter. Ganz klar, dass man durch Musik eben nicht besser in Mathematik wird und durch Latein eben nicht zwangsläufig ein logisch denkendes Genie. Ein erstes Fazit: "Die Effekte, die der Konsum elektronischer Medien hat, sind also wahrscheinlich begrenzter, als die Ängste vor ihnen vermuten lassen würden." Statt über immer neue elektronische Ablenkung zu lamentieren, sollten wir lieber auf Selbstkontrolle setzen und zu "intellektueller Tiefgründigkeit" ermuntern. Welcher überzeugte Lehrer würde hier nicht laut Hurra schreien wollen? Denn diese Selbstkontrolle (auch im Umgang mit immer neuen Medien) und intellektuelle Tiefgründigkeit muss intensiv gelernt werden, nicht nur, aber auch mit elektronischen Medien.

Pinker schließt mit einem Aufruf an alle, die Wissen und Können vermitteln wollen: "Zum Glück helfen uns Internet und Informationstechnologien dabei, unseren kollektiven intellektuellen Output zu bewältigen[...]. Diese Technologien sind weit davon entfernt, uns dumm zu machen, ganz im Gegenteil: einzig durch sie werden wir klug bleiben." Auch elektronisch unterrichten ist in jeder Hinsicht sinnvoll. Immer wieder mal!

Freitag, 18. Juni 2010

Lebenslanges Lehrer-Lernen

Reflektieren Sie Ihren eigenen Unterricht? Wissen Sie noch, wann Sie in welchen Kursen unterrichtet haben, welche Fortbildungen Sie gemacht haben? Was Sie vor 10 Jahren über Binnendifferenzierung gedacht haben? Ob Sie in den Bereichen, die Sie sich vor Jahren vorgenommen haben, intensive Fortschritte gemacht haben oder stehen geblieben sind auf dem Stand von damals?

Wenn Sie das in Zukunft vermeiden möchten, nutzen Sie doch das kostenlose Lehrerportfolio der Universität Cambridge. In diesem elektronischen Portfolio können Sie über die verschiedensten Bereiche des Lehrer-Seins Informationen sammeln. Notieren Sie Ihre Arbeitsstellen, führen Sie ein elektronisches Lehrer-Tagebuch, stellen Sie Ihre Fortbildungen übersichtlich zusammen, sammeln Sie Ideen und geniale Einfälle. Alles können Sie natürlich exportieren und für Ihre Zwecke verwenden und ausdrucken.

Natürlich, das System ist in englischer Sprache und als Lehrer in Deutschland benötigt man vielleicht nicht unbedingt den Nachweis, dass man dies oder jenes gemacht und geleistet hat, weil man ja als Beamter auf der sicheren Seite scheint, aber sollte uns das daran hindern unser eigenes unterrichtliches Handeln zu reflektieren und zu verbessern? Schön daran ist, dass Sie von überallher darauf zugreifen können.

Im Studienseminar Stuttgart findet sich für Referendare der folgende Abschnitt, der aber auch für das lebenslange Lernen von Lehrer gelten sollte: "Das Portfolio ist eine Art Sammelmappe für ganz unterschiedliche und vielfältige Unterlagen, die Sie selbst einlegen; es ist somit ganz individuell auf Sie zugeschnitten und soll Ihnen in seiner Gesamtheit Gelegenheit und Möglichkeit zum Lernen und zur Selbstreflexion geben. Es soll Sie über die Dauer Ihrer Ausbildung begleiten und so Ihre ganz persönliche Entwicklung widerspiegeln. Sie selbst führen es, und Sie selbst entscheiden, ob Sie es jemand zeigen möchten." Auf den Seiten der Uni Cambridge lässt sich dies elektronisch tun.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Referate mit dem Handy?

Auf dem Schulgelände kommen mir einige Schüler entgegen, mit Handys in der Hand. Sie fotografieren, das Gebäude, die Mensa, den Schulleiter. Eigentlich sind Handys in unserer Schule verboten, aber hier zeigt sich der praktische Nutzen. Sie drehen auch kleine Filmchen. Konzentriert, ein bisschen aufgeregt, einander Tipps gebend, was denn ein lohnendes Motiv wäre.

Auf Nachfragen sagen die Schüler: Wir bereiten ein Referat vor zum Thema "Unsere Schule" und wir brauchen natürlich Bildmaterial. Was daraus geworden ist? Keine Ahnung! Aber die Schüler waren hochmotiviert und setzten sich mit ihrer neuen Schule - es handelte sich um Fünftklässler - auseinander. Sie zeigten zudem, wie entspannt sie mit dem für sie völlig selbstverständlichen Medium umgehen können.

Das sollte man für den Unterricht doch viel häufiger nutzbar machen, oder nicht?

Im Internet finden Sie weitere Ideen zum Handy im Unterricht und wie Handys beim Lernen helfen, z.B. im Fach Mathematik.

photo © LORENTE Jerome for openphoto.net CC:Attribution-ShareAlike

Kleiner Nachtrag: Hier finden Sie die dabei entstandenen Fotos!

Freitag, 28. Mai 2010

Literarische Vorlagen oder historische Szenen zu Trickfilmen verarbeiten

Einen Text zu lesen und danach produktionsorientiert zu arbeiten, ist in der Literaturdidaktik ein alter Hut. Das Produkt mit dem Computer zu erstellen hat verschiedene Vorteile. Wenn es zudem noch eine nette kleine, zudem kostenlose Online-Anwendung wie den dvolver Moviemaker gibt, umso mehr.

So lässt sich eine Szene mit verschiedenen Figuren direkt online erstellen und dann (an Freunde oder den Lehrer) per Mail verschicken. Das ist nicht nur schön, sondern auch spannend. Zudem kann man durch Auswahl von Musik und Figuren zeigen, wie gut man den Text gelesen und verstanden hat. Ob ich nun einen Dialog zwischen Faust und Mephisto, ein Gedicht oder ein Märchen umsetze, spielt dabei eigentlich keine Rolle. Allerdings kommt das das kleine, intuitiv zu bedienende Programm insbesondere im Bereich der Oberstufe auch schnell an seine Grenzen, wie mein kleines Beispiel zu einem Ausschnitt aus einer Szene aus Goethes Faust beweist.

Nichtsdestotrotz können Schüler mit dem Moviemaker kleine Szenen selbst entwickeln, ob im Literaturunterricht, im Sprachunterricht - auch in der Fremdsprache übrigens - oder bei der Gestaltung von zentralen historischen Szenen. Wie wäre es mit einem Dialog zwischen Robespierre und Danton? Oder einem Gespräch in lateinischer Sprache? Möglich wäre sicher auch einen Sachverhalt von den Figuren erklären zu lassen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Danke für den Hinweis übrigens an Nik Peachey.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Gedichte sind gemalte Fensterscheiben ...

Bei Gedichten gehört die Untersuchung von rhetorischen Figuren zur notwendigen Verstehensvoraussetzung. Bei vielen Gedichten weist schon die Wiederholung von zentralen Begriffen auf ihre zentrale Bedeutung hin. Dem geübten Leser etwa fällt bei der Auseinandersetzung mit Heines "Die schlesischen Weber" unmittelbar auf, dass die Weber, die für den König eine Bedrohung darstellen, mit der Wendung "wir weben" als Gruppe hervorgehoben sind, auch der Fluch, der dem König droht, wird hierdurch zentral.

Ob es sich dabei um eine wiederholte Anapher oder eine Epipher handelt kann sich bei der weiteren Untersuchung des Gedichtes zeigen.

Natürlich müssen weitere Untersuchungen folgen, natürlich muss man formal und inhaltlich genauer in die Tiefe gehen. Aber als erster Schritt ist - auf keinem Fall bei jedem beliebigen Gedicht - ein Vorgehen mit Hilfe von Wordle denkbar, denn der Zugang zu einem Gedicht auf diese Weise macht den Schülern nicht nur Spaß, sondern lenkt die Aufmerksamkeit auch auf das, was untersucht werden soll, die sprachliche Form. Sei es nun C.F. Meyers Gedicht Zwei Segel oder Goethes Gefunden spannend ist es allemal.

Mit wordle lassen sich zentrale, sich wiederholende Begriffe in einem Gedicht ganz einfach sichtbar machen und dann kann man weiter damit arbeiten. In voller Schönheit können Sie das fertige Bild des Heinegedichtes natürlich auch ansehen.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Karikaturen und Bilder anschaulich erklären (lassen) mit Photo-Booth

Lassen Sie Ihre Schüler Bilder, Plakate, Fotos oder Karikaturen erklären? Fällt Ihnen auch auf, das die Schüler manchmal nicht genau genug hinschauen, über Einzelheiten hinweg gehen usw. Dann hilft Ihnen vielleicht diese Idee weiter, die zum genauen Hinschauen verleiten möchte, zugleich aber den Schülern viel Spaß macht. Ein keineswegs perfektes Beispiel für ein Ergebnis, das ich selbst testweise erstellt habe, können Sie sich im folgenden Video-Fenster ansehen:



Und so kann man's nachmachen: Mit der Mac-Software PhotoBooth lassen sich kleine Filmchen drehen. Wollen Sie nun eine Karikatur beschreiben oder deuten (lassen), öffnen Sie zunächst das Programm PhotoBooth (das es nur für den Mac gibt) und klicken Sie unten auf das kleine Filmrollen-Symbol. Unter Effekte wählen Sie nun den Bereich aus, in dem Sie Benutzerhintergründe einfügen können. Nun ziehen Sie - z.B. vom Schreibtisch - Ihre Karikatur in den Hintergrund. Und schon können Sie (achten Sie dabei auf gute Lichtverhältnisse) beginnen. Nach dem klicken des Start-Buttons müssen Sie kurz das Bild verlassen. Jetzt kann die Aufnahme gestartet werden. Sie können das Bilder erläutern und den Schülern das Video zur Verfügung stellen. Möglich ist etwa eine Veröffentlichung in Moodle, etwa zur Ergebnisüberprüfung.

Noch besser ist es natürlich, wenn die Schülerinnen und Schüler selbstständig einen Text erarbeiten und auf dessen Basis die Karikatur erläutern. Das erwartet von den Schülern ein extrem hohes Maß an Konzentration auf Wesentliches und genaues Hinsehen. Auf dieses Weise können Sie den Schülern eine völlig neue Art der Ergebnissicherung abverlangen, die zudem auch allen anderen Schülern zum wiederholten Ansehen zur Verfügung steht.

Nicht nur im Fach Geschichte ließe sich diese Funktion gewinnbringend nutzen, auch bei einer Bildbeschreibung im Fach Deutsch und in verschiedensten Bereich in den Fremdsprachen macht der Einsatz Sinn.

Falls Sie eine noch genauere Einführung in die Nutzung von PhotoBooth benötigen, ist diese Seite der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen hilfreich.

Dienstag, 4. Mai 2010

Übungsblätter vom Computer erstellt

Elektronisch unterrichten muss nicht heißen, dass die Schülerinnen und Schüler direkt mit digitalen Medien arbeiten. Wenn das Internet den Lehrer von einfachen, aber sinnvollen Arbeiten entlastet, kann das genauso hilfreich sein.

Ein wunderbares Beispiel für eine solche Entlastung ist der Übungsblatt-Generator des Goethinstituts. Eigentlich ist er ja für Deutschlehrer im Bereich DaF gedacht, aber auch für andere Fächer ist er sehr gut zu nutzen.

Sie können einen beliebigen digital verfügbaren Text in den Generator kopieren und dann verschiedene Einstellungen vornehmen. Um etwa die Auferksamkeit der Schüler auf einen Text zu fokussieren, bietet es sich an die Abschnitte eines Textes in die richtige Reihenfolge bringen zu lassen oder Überschriften einzelnen Textabschnitten zuordnen zu lassen. Das geht mit dem Generator denkbar einfach. Ob bei der Sortierung der Strophen eines Gedichts, der Strukturierung eines Sachtexts oder einer Kurzgeschichte, der Generator stellt eine simple Möglichkeit dar, die Lesekompetenz der Schüler zu trainieren.

Mehr noch: Es lassen sich beliebige Lückentexte erstellen, die ausgelassenen Wörter - ein klarer Vorteil gegenüber der einfachen Textverarbeitung - werden zu Beginn des Textes automatisch in einem Kasten zusammengestellt. Die fertigen Übungsblätter kann ich dann ausdrucken oder aber auch zum Speichern in meine Textverarbeitung übernehmen.

Insgesamt ein nette, kleine Online-Anwendung, mit der sich schnell und gut didaktisiertes Unterrichtsmaterial erstellen lässt.

Donnerstag, 22. April 2010

Referate sinnvoll vorbereiten durch visuelle Begriffsrecherche

Sicher ist es Ihnen schon aufgefallen: Wenn Schüler Referate vorbereiten, nutzen sie wikipedia. Das ist nicht immer sinnvoll, schon garnicht immer ausreichend, manchmal aber auch viel zu umfangreich. Die Schüler müssen sicher auch lernen andere Medien als das Internet zu nutzen.
Wer aber seine Referatsvorbereitung unter anderem mit wikipedia bestreitet, sollte das vielleicht in besonderer Weise tun und dazu den Eyeplorer verwenden.


Dann sieht das Ergebnis einer Recherche nach dem Begriff "Web 2.0" nicht mehr so aus wie in der klassischen Wikipedia-Ansicht (auf dem Bild links), sondern wird in einem bunten Kreis dargestellt, der insbesondere die Verlinkungen zu den verschiedensten anderen Wikipedia-Artikeln repräsentiert.

Bunter Schnickschnack? Nein, eher sinnvolle Strukturierung. Zentrale Begriffe werden mit großen Stichworten repräsentiert, weniger wichtige Begriffe sind kleiner zu sehen. Die Stichworte sind zudem Oberbegriffen zugeordnet (etwa: Wissenschaft & Technologie, Personen, Gesundheit), die je nach Suchbegriff in Inhalt und Größe - je nach Relevanz für das Thema - variieren. Sicherlich: Manche Begriffe und Zuordnungen sind durchaus streibar, aber insgesamt handelt es sich um ein kluges Recherche-Instrument.

Natürlich kann ich mit der Maus über die einzelnen Begriffe gehen und erhalte eine kurze Erklärung, in welchem Zusammenhang der Begriff im entsprechenden wikipedia-Artikel verwendet wird. Auch kann im Rahmen des Kreises ein für meine Recherche besonders wichtiger Begriff ausgewählt werden, auf den die Recherche dann beschränkt wird, falls ich mich etwa nur für die naturwissenschaftlichen Aspekte in Angela Merkels Karriere interessiere.

Meldet man sich - natürlich kostenlos - an, kann man zudem gefundene Informationen ganz einfach in einem Online-Notizbuch sammeln und hat immer wieder Zugang auf die gesammelten Informationen. Alle anderen Funktionen sind aber auch ohne Anmeldung nutzbar. Ob ich Informationen für ein Referat oder aber eine Facharbeit oder ein Portfolio zu einem Thema zusammenstelle, der Eyeplorer dürfte eine große Hilfe sein, mindestens bei der Strukturierung und der Planung eines Themas.

Wie einfach die Nutzung ist, wird mit Hilfe dieses Videos sehr schön deutlich. Ein Dank an Nik Peachey für diesen Tipp.

Samstag, 3. April 2010

Filme von Youtube zielgenau im Unterricht nutzen

Verwenden Sie im Unterricht Filme oder Filmausschnitte von Youtube? Bekommen die Schülerinnen und Schüler dann einen Arbeitsauftrag á la "Schaue dir einen Auschnitt aus dem Film "Da Vinci Code" ab Minute 3.06 bis Minute 5.03 an. Sieh dir genau an, wie der Vortrag von Prof. Langdon (gespielt von Tom Hanks) mit der Multimedia-Präsentation im Hintergrund zusammenhängt. Was fällt dir auf? "

Das Problem bei dieser Aufgabe ist, dass die Schüler von dem, was vorher ist und von dem, was nachher kommt, abgelenkt sind vom eigentlichen Problem, nämlich der Frage danach, wie eine gute Computer-Präsentation aussehen kann. Die Konzentration auf das Wesentliche geht verloren. Manchmal ist in einem Video auch die Lösung enthalten, die Schüler besser selbst entwickelt hätten.

Ganz einfache Abhilfe schafft hier die schöne Online-Anwendung safeshare.tv Hier können Sie den Schülern nur den Filmausschnitt von der youtube-Seite zur Verfügung stellen, den diese auch sehen sollen. Das geht denkbar einfach. Die Aufgabenstellung wird dadurch aber wirklich übersichtlich und kann sich auf den zentralen Untersuchungsaspekt konzentrieren: "Schaue dir diesen Ausschnitt aus dem Spielfilm "Da Vinci Code" an. Sieh dir genau an, wie der Vortrag von Prof. Langdon (gespielt von Tom Hanks) mit der Multimedia-Präsentation im Hintergrund zusammenhängt. Was fällt dir auf?"

Jetzt können die Schüler den Film ansehen: Ohne die Abschnitte vorher und nachher, ohne von Werbung für andere Youtube-Filme abgelenkt zu werden und zudem auch noch als zentrale Information mitten auf dem Bildschirm. Eine sinnvolle und notwendige Reduktion!

Dienstag, 16. März 2010

Karten werden im Unterricht häufig verwendet - online lassen sie sich einfach erstellen, auch von Schülern

Haben Sie schon einmal nach der perfekten Karte für Ihren Unterricht gesucht? Eine Karte, auf der zwar die Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns eingezeichnet sind, aber nicht die Städtenamen? Oder umgekehrt? Dann ist StepMap genau das richtige für Sie. Hier können Sie online jede beliebige Karte erstellen, in nur vier Schritten: Zunächst wählen Sie ein Gebiet aus und eine passende Karte, z.B. Afrika und dann Südafrika, im zweiten Schritt geben Sie zentrale Punkte (z.B. Städte) ein, in einem dritten Schritt versehen Sie die einzelnen Punkte mit Informationen (z.B. mit Filmen und Texten, die dann direkt verlinkt werden, in einem vierten Schritt speichern Sie Ihre Karte und entscheiden, ob Sie diese öffentlich zur Verfügung stellen wollen oder ob Sie diese nur für persönliche Zwecke nutzen.

Sollen Ihre Schüler etwa die Reiseroute eines Romanhelden nachvollziehen, so geht das mit StepMap ganz einfach. Die folgende Karte habe ich zu Lutz van Dijks Roman "Themba" erstellt:

Themba und Nomtha suchen nach ihrer Mutter

Ein Klick auf eine der Zahlen und Sie gelangen zur StepMap-Seite, rechts finden sich dann die Informationen zu den einzelnen Städten.

Besonders schön ist es, die Schülerinnen und Schüler selbst Karten erstellen zu lassen, etwa zu den Handlungsorten in Emilia Galotti, wobei dann die Bedeutung der einzelnen Orte (Stadt, Guastalla, Lustschloss des Prinzen) erläutert werden müsste.
Oder eine Studienreise wird vorbereitend (oder nachbereitend) mit Hilfe von Fotos, Video und Text präsentiert.

Im Erdkunde-Unterricht lassen sich verschiedenste Karten erstellen, etwa eine zur Bevölkerung Südamerikas.

Bevölkerung von Südamerika

Oder auch nur, um zu zeigen, wo Bayern spielt. Hier kann man schön sehen, wie Videos eingebunden wurden:

FC Bayern München - Saison 2008/2009

Ein Video auf der Startseite erklärt übrigens, wie einfach die Arbeit mit Stepmap ist.