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Donnerstag, 16. Juni 2011
Moodle-di-doodle - Elternarbeit einmal anders
Immer mehr Kollegen nutzen - das LMS moodle ist seit langem etabliert - moodle auch als Informationsplattform für die Eltern. Sei es um über die Klassenfahrt zu informieren oder in Foren zu diskutieren, sei es um schnell zu bestimmten Themen zu arbeiten. Moodle ermöglicht die schnelle Information über Theaterbesuche, Teilnahme an Schreibwettbewerben oder was auch immer. Vor allem: Links zu Seiten des Theaters oder zum Ziel des Wandertags lassen sich einfügen. Ein Kalender mit wichtigen Terminen, wichtige Formulare oder auch die Ergebnisse von Klassenarbeiten runden das Angebot ab. Außerdem ergibt sich so nach und nach eine Art Klassenportfolio! Inzwischen gibt es Schulen mit einem eigenen Eltern-Moodle, es scheint sich doch auf hier der praktische Nutzen durchzusetzen.
Um den perfekten Termin, mit größtmöglicher Elternbeteiligung für die Klassenpflegschaft zu finden, eignet sich übrigens die Online-Terminfinder-Seite doodle ganz hervorragend. Eltern sind inzwischen eben auch immer öfter online!
Dienstag, 9. Februar 2010
Moodle - eine Lernplattform mit unbegrenzten Möglichkeiten
Eine Lernplattform für den Einsatz im Unterricht muss einige wesentliche Anforderungen erfüllen: Sie sollte wesentliche Ziele des Unterrichts unterstützen, fördern und vereinfachen kostenlos sein und ohne kommerziellen Hintergrund. Das ist nur bei moodle so der Fall, denn lo-net ist zwar kostenlos, aber keinesfalls ohne kommerziellen Hintergrund.Aber welche Lernplattform soll man wählen? Die Badenwürttembergische Landesakademie für Lehrerfortbildung meint dazu: "Schulen, die weiter gehende Ansprüche haben und sich ernsthaft auf das Experiment E-Learning einlassen wollen, sind mit einer Plattform wie moodle wohl besser dran." Das ist richtig! Nur, was muss ich machen, um mich "ernsthaft auf das Experiment E-Learning" einzulassen? Wie komme ich zu einem eigenen moodle?
Um moodle auszuprobieren, empfehle ich Lehrern sich auf der Seite des Vereins moodleschule e.V. einen Kurs einrichten zu lassen. Das ist für Lehrer kostenlos. Stellt sich heraus, dass die Schule insgesamt mit moodle arbeiten möchte, empfiehlt sich im Teststadium eine institutionelle Mitgliedschaft der Schule im Verein, denn als Mitglied wird einem ein kostenloses Schulmoodle zur Verfügung gestellt. Bleibt man langfristig bei der Arbeit mit moodle - ich hege daran keinen Zweifel - kann man sich auch überlegen, sein moodle z.B. bei einem kommunalen Rechenzentrum betreiben zu lassen.
Auf der moodleschule-Seite, aber auch beim moodletreff der Bezirksregierung Düsseldorf lassen sich zahlreiche moodle-Kurse ansehen, die auch deutlich machen, welche Arbeitserleichterung moodle nicht nur langfristig bedeutet.
Wenn Sie mit moodle arbeiten wollen, stehen Ihnen kostenlos vielfältige Materialien zur Verfügung. Zur Einführung sei das kostenlose, aber erstklassige Moodle-Handbuch für Lehrerinnen empfohlen. Wirklich anschaulich werden die Möglichkeiten, die moodle eröffnet, auch im moodle-Selbstlernkurs erklärt. Hier lernt man online alles, was moodle zu bieten hat - aus Lehrersicht und aus Schülersicht. Schön daran ist - trotz der Unübersichtlichkeit -, dass ein moodle verwendet wird, in dem das Material zusammengestellt ist. In einem Artikel für Praxis Geschichte habe ich für den Geschichtsunterricht erläutert, wie man moodle verwenden kann.Fertige moodle-Kurse lassen sich übrigens problemlos speichern, exportieren und in andern moodles wiederverwenden.
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Podcasts im Geschichtsunterricht
Hören Sie im Radio manchmal das Kalenderblatt der Deutschen Welle, das Forum Zeitgeschichte des NDR oder die Zeitzeichen in WDR und NDR? Kennen Sie 60 Sekunden Geschichte beim SWR oder das Kalenderblatt des Bayerischen Rundfunks? Finden Sie auch, dass diese Sendungen oft gut gemacht sind und eine historische Situation oder Persönlichkeit, eine wichtige Erfindung oder zentrale Gruppierung angemessen auf den Punkt bringen?
Im Unterricht lassen sich solche Radio-Sendungen einfach verwenden. Sie müssen sie dazu nicht einmal aufnehmen - früher saß man vor dem Radio und wartete auf den Moment, wo das angekündigte Zeitzeichen begann. Heute laden Sie sich die Hördatei auf Ihren Computer, brennen eine CD und dann kann man die Hör-Datei ganz klassisch im Unterricht verwenden, z.B. als Unterrichtseinstieg. Noch einfacher ist es, wenn Sie sich die Datei auf den MP3-Player oder das Handy holen, Boxen anschließen, fertig.
Möglich ist aber auch, dass die Schüler sich die Dateien online selbst anhören. Dazu können Sie ihnen einfach den Link geben. In einem Lern-Management-System wie moodle ist die Verwendung noch einfacher. Sie als Lehrer laden die Datei in moodle hoch oder platzieren dort einen Link zum entsprechenden Radiosender. Die Schüler können sich nun im Unterricht oder als Hausaufgabe die Sendung anhören und ggf. sogar eine Aufgabe dazu bearbeiten (siehe Bild).
Ein Vorteil unter vielen: Muss noch einmal nachgehört werden, kann jeder Schüler individuell in der Hördatei vor und zurück springen, kann nachhören und genauer hinhören. Wer wollte das nicht bei seinen Schülern erreichen?
Im Unterricht lassen sich solche Radio-Sendungen einfach verwenden. Sie müssen sie dazu nicht einmal aufnehmen - früher saß man vor dem Radio und wartete auf den Moment, wo das angekündigte Zeitzeichen begann. Heute laden Sie sich die Hördatei auf Ihren Computer, brennen eine CD und dann kann man die Hör-Datei ganz klassisch im Unterricht verwenden, z.B. als Unterrichtseinstieg. Noch einfacher ist es, wenn Sie sich die Datei auf den MP3-Player oder das Handy holen, Boxen anschließen, fertig.
Möglich ist aber auch, dass die Schüler sich die Dateien online selbst anhören. Dazu können Sie ihnen einfach den Link geben. In einem Lern-Management-System wie moodle ist die Verwendung noch einfacher. Sie als Lehrer laden die Datei in moodle hoch oder platzieren dort einen Link zum entsprechenden Radiosender. Die Schüler können sich nun im Unterricht oder als Hausaufgabe die Sendung anhören und ggf. sogar eine Aufgabe dazu bearbeiten (siehe Bild).Ein Vorteil unter vielen: Muss noch einmal nachgehört werden, kann jeder Schüler individuell in der Hördatei vor und zurück springen, kann nachhören und genauer hinhören. Wer wollte das nicht bei seinen Schülern erreichen?
Dienstag, 15. Dezember 2009
Edmond zeigt, was er kann - ein Filmteam im Unterricht
In dieser Woche gab es einen aufregenden Tag für eine Kollegin und für mich. Das Medienzentrum Rheinland drehte einen Film über den Einsatz von Edmond-Medien im Unterricht. Edmond ist - auch wenn der Name es nahelegt - keine Person, sondern eine Abkürzung: Elektronische Distribution von Bildungsmedien on demand - manchmal glaube ich, dass es im Ministerium eine Abteilung gibt, die sich diese Abkürzungen ausdenkt, eine Abk.-Abt. sozusagen: "Leo trifft Vera und fragt nach Verena!". Wir sollten innovativen Einsatz von Filmen zeigen, die wir uns bei Edmond heruntergeladen haben. Das Angebot an Filmen, Hörtexten und auch an Software ist ziemlich gut, die Suche und der Download gestalten sich aber als etwas holprig, auch im Hinblick auf die angebotenen Formate.Meine Kollegin hat die Filme in einem Moodle-Kurs eingebaut und zeigt mit den Schülern Biologie-Unterricht: anhand von sachgerechten Filmen wird deutlich, welche Wirkung Drogen auf den menschlichen Organismus haben. Ich habe mir eine Stationenarbeit ausgedacht, bei der die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen Filme zum Ersten Weltkrieg auf ihren eigenen iPods bzw. iPhones ansehen können, um sich so einen ersten filmischen Eindruck von den Voraussetzungen des Krieges und vom Kriegsverlauf zu verschaffen. An jeder Station liegen zwei Geräte mit jeweils zwei Kopfhörern bereit, auf denen pro Station ein anderer Film zu sehen ist. So entwickelt sich nach und nach ein digitales Mosaik des Ersten Weltkriegs. Natürlich gibt es auch zwei Stationen, die mit nicht-elektronischen Medien ausgestattet sind, darunter die Auseinandersetzung mit dem berühmten Kriegsbild von Otto Dix. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt auf dem Smartboard. Einige davon hat die Schule glücklicherweise angeschafft. So kann, für alle gut sichtbar, etwa die Bündnissituation vor dem Krieg auf einer digitalen Karte eingetragen werden.
Insgesamt verlaufen beide Stunden so, wie sie von uns geplant wurden. Die Schülerinnen und Schüler genießen einerseits die Freiheit selbständigen Arbeitens, arbeiten aber andererseits extrem konzentriert an den Materialien. Angestoßen durch die digitalen Medien formulieren sie - analog: mit Füller auf Papier - ausführliche Antworten auf die gestellten Fragen. Für die Medienbildung hat der Dreh noch viel mehr bewirkt: den Schülern wurde klar, wie ein Film gedreht wird und wie aufwändig z.T. der kurze Dreh einer Szene ist.
Der fertige Film soll Ende April fertig sein und dann in der Lehrerbildung eingesetzt werden. Ich bin gespannt.
Bild von wikicommons (Bundesarchiv)
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