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Montag, 9. Mai 2011

Digitales Lern- und Lesetagebuch - schön und einfach

Lassen Sie Ihre Schüler manchmal ein Lesetagebuch - bei der Zentrale für Unterrichtsmedien wird im Wiki genau erklärt, was das ist - führen? Wünschen Sie sich gelegentlich, dass die Klasse in einem Arbeits- oder Lerntagebuch aufführt, was sie plant oder erledigt hat?
Die Kinder und Jugendlichen notieren hier regelmäßig, was sie gelesen, gelernt oder erarbeitet haben: "Lerntagebücher dienen der schriftlichen, chronologischen Dokumentation von Gelerntem, Erfahrungen oder typischen Anwendungsfällen für Gelerntes." (ZUM-Wiki) Ein sinnvoller Schritt auf dem Weg zum Portfolio.
Wer ein Lerntagebuch elektronisch führen lassen möchte, dem bietet die Internetseite Penzu dazu eine sehr gute Möglichkeit. Hier können Schüler mit Hilfe einer sehr einfachen Benutzer-Oberfläche ein Online-Tagebuch führen. Bilder lassen sich ganz einfach anhängen und verschönern so die jeweilige Tagebuchseite.

Vor allem aber: jeder Schüler kann selbst entscheiden, ob er den Tagebucheintrag - mit einer einfachen Eingabe der Empfänger-Mailadresse - an andere Leser, also z.B. den Lehrer oder seine Mitschüler - weitergibt.

Wie wäre es mit folgendem Szenario: Die Schülerinnen lesen einen Jugendroman, z.B. Erebos, eine spannende Geschichte, bei der Computerspiel und Wirklichkeit immer mehr miteinander verschmelzen - und halten ihre Leseerfahrungen bei Penzu fest. Ob das nun kriteriengeleitet oder frei passiert, ob Fragen zum Inhalt gestellt werden oder ob es nur wenige Vorgaben für die Arbeit gibt, die Arbeit mit Penzu macht - auch jüngeren Schülern - Riesenspaß.

Die Nutzung ist natürlich kostenlos, aber leider ist die Pro-Werbung etwas penetrant. Vielleicht sollte man einmal die kostenlose Nutzung für Bildungsinstitutionen anregen.

Freitag, 28. Mai 2010

Literarische Vorlagen oder historische Szenen zu Trickfilmen verarbeiten

Einen Text zu lesen und danach produktionsorientiert zu arbeiten, ist in der Literaturdidaktik ein alter Hut. Das Produkt mit dem Computer zu erstellen hat verschiedene Vorteile. Wenn es zudem noch eine nette kleine, zudem kostenlose Online-Anwendung wie den dvolver Moviemaker gibt, umso mehr.

So lässt sich eine Szene mit verschiedenen Figuren direkt online erstellen und dann (an Freunde oder den Lehrer) per Mail verschicken. Das ist nicht nur schön, sondern auch spannend. Zudem kann man durch Auswahl von Musik und Figuren zeigen, wie gut man den Text gelesen und verstanden hat. Ob ich nun einen Dialog zwischen Faust und Mephisto, ein Gedicht oder ein Märchen umsetze, spielt dabei eigentlich keine Rolle. Allerdings kommt das das kleine, intuitiv zu bedienende Programm insbesondere im Bereich der Oberstufe auch schnell an seine Grenzen, wie mein kleines Beispiel zu einem Ausschnitt aus einer Szene aus Goethes Faust beweist.

Nichtsdestotrotz können Schüler mit dem Moviemaker kleine Szenen selbst entwickeln, ob im Literaturunterricht, im Sprachunterricht - auch in der Fremdsprache übrigens - oder bei der Gestaltung von zentralen historischen Szenen. Wie wäre es mit einem Dialog zwischen Robespierre und Danton? Oder einem Gespräch in lateinischer Sprache? Möglich wäre sicher auch einen Sachverhalt von den Figuren erklären zu lassen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Danke für den Hinweis übrigens an Nik Peachey.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Manche Hörbücher für die Schule gibt es kostenlos - wer will, kann sogar selbst ein Hörbuch publizieren

Für das Zentralabitur in Nordrhein-Westfalen müssen die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Jahrgängen Fontanes Effi Briest lesen und den Törless. Zudem barocke Lyrik oder Liebesgedichte u.a. von Heinrich Heine.

Mal ganz abgesehen davon, dass Gedichte, werden sie denn schön vorgetragen, oft einen nachhaltigeren Eindruck machen, sind auch einige viele Romane online zu finden: bei Librivox. "LibriVox bietet freie Hörbücher aus der Public Domain, also urheberrechtsfreie Texte." Wo diese Texte herkommen? Nun, die Nutzer erstellen sie selbst. Die Qualität ist insofern auch extrem unterschiedlich. Es gibt erstklassig gesprochene Texte - mein momentaner Favorit ist Stevensons Treasure Island - aber auch eher mäßige Aufnahmen, sowohl im Bezug auf die technische Qualität wie auch im Hinblick auf Aussprache und Betonung.

Schön ist, dass es Texte in allen möglichen Sprachen gibt, die man auch für den Fremdsprachenunterricht verwenden kann, spanische, englische, französische, aber auch aus weniger im Schulunterricht üblichen Sprachen. Schön ist auch, dass die Text immer von Muttersprachlern aufgenommen wurden, dabei ist sogar Latein und Esperanto. Für die Oberstufenschüler, die sich ihre Lektüren gerne anhören möchten, gibt es die Möglichkeit das hier kostenlos zu machen. Es gibt Aufnahmen von Effi Briest, von diversen Werken Heinrich Heines oder von Gryphius und vieles mehr.

Wer seine Schüler zu echten Höchstleistungen bringen will, kann sie natürlich - z.B. mit Hilfe von audacity oder garage band dazu bewegen, selbst etwas zu produzieren und einzureichen. Natürlich nur mit Texten, die nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind. Gedichte wären ein Anfang, eine Erzählung nicht übel, ein Roman eine echte Herausforderung!

Ein Tipp für die iPod/iPhone-Nutzer: Es gibt ein kleines App, mit dem alle Bücher auch direkt unterwegs bzw. im Wlan gehört werden können.