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Samstag, 3. April 2010

Filme von Youtube zielgenau im Unterricht nutzen

Verwenden Sie im Unterricht Filme oder Filmausschnitte von Youtube? Bekommen die Schülerinnen und Schüler dann einen Arbeitsauftrag á la "Schaue dir einen Auschnitt aus dem Film "Da Vinci Code" ab Minute 3.06 bis Minute 5.03 an. Sieh dir genau an, wie der Vortrag von Prof. Langdon (gespielt von Tom Hanks) mit der Multimedia-Präsentation im Hintergrund zusammenhängt. Was fällt dir auf? "

Das Problem bei dieser Aufgabe ist, dass die Schüler von dem, was vorher ist und von dem, was nachher kommt, abgelenkt sind vom eigentlichen Problem, nämlich der Frage danach, wie eine gute Computer-Präsentation aussehen kann. Die Konzentration auf das Wesentliche geht verloren. Manchmal ist in einem Video auch die Lösung enthalten, die Schüler besser selbst entwickelt hätten.

Ganz einfache Abhilfe schafft hier die schöne Online-Anwendung safeshare.tv Hier können Sie den Schülern nur den Filmausschnitt von der youtube-Seite zur Verfügung stellen, den diese auch sehen sollen. Das geht denkbar einfach. Die Aufgabenstellung wird dadurch aber wirklich übersichtlich und kann sich auf den zentralen Untersuchungsaspekt konzentrieren: "Schaue dir diesen Ausschnitt aus dem Spielfilm "Da Vinci Code" an. Sieh dir genau an, wie der Vortrag von Prof. Langdon (gespielt von Tom Hanks) mit der Multimedia-Präsentation im Hintergrund zusammenhängt. Was fällt dir auf?"

Jetzt können die Schüler den Film ansehen: Ohne die Abschnitte vorher und nachher, ohne von Werbung für andere Youtube-Filme abgelenkt zu werden und zudem auch noch als zentrale Information mitten auf dem Bildschirm. Eine sinnvolle und notwendige Reduktion!

Dienstag, 15. Dezember 2009

Edmond zeigt, was er kann - ein Filmteam im Unterricht

In dieser Woche gab es einen aufregenden Tag für eine Kollegin und für mich. Das Medienzentrum Rheinland drehte einen Film über den Einsatz von Edmond-Medien im Unterricht. Edmond ist - auch wenn der Name es nahelegt - keine Person, sondern eine Abkürzung: Elektronische Distribution von Bildungsmedien on demand - manchmal glaube ich, dass es im Ministerium eine Abteilung gibt, die sich diese Abkürzungen ausdenkt, eine Abk.-Abt. sozusagen: "Leo trifft Vera und fragt nach Verena!". Wir sollten innovativen Einsatz von Filmen zeigen, die wir uns bei Edmond heruntergeladen haben. Das Angebot an Filmen, Hörtexten und auch an Software ist ziemlich gut, die Suche und der Download gestalten sich aber als etwas holprig, auch im Hinblick auf die angebotenen Formate.

Meine Kollegin hat die Filme in einem Moodle-Kurs eingebaut und zeigt mit den Schülern Biologie-Unterricht: anhand von sachgerechten Filmen wird deutlich, welche Wirkung Drogen auf den menschlichen Organismus haben. Ich habe mir eine Stationenarbeit ausgedacht, bei der die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen Filme zum Ersten Weltkrieg auf ihren eigenen iPods bzw. iPhones ansehen können, um sich so einen ersten filmischen Eindruck von den Voraussetzungen des Krieges und vom Kriegsverlauf zu verschaffen. An jeder Station liegen zwei Geräte mit jeweils zwei Kopfhörern bereit, auf denen pro Station ein anderer Film zu sehen ist. So entwickelt sich nach und nach ein digitales Mosaik des Ersten Weltkriegs. Natürlich gibt es auch zwei Stationen, die mit nicht-elektronischen Medien ausgestattet sind, darunter die Auseinandersetzung mit dem berühmten Kriegsbild von Otto Dix. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt auf dem Smartboard. Einige davon hat die Schule glücklicherweise angeschafft. So kann, für alle gut sichtbar, etwa die Bündnissituation vor dem Krieg auf einer digitalen Karte eingetragen werden.

Insgesamt verlaufen beide Stunden so, wie sie von uns geplant wurden. Die Schülerinnen und Schüler genießen einerseits die Freiheit selbständigen Arbeitens, arbeiten aber andererseits extrem konzentriert an den Materialien. Angestoßen durch die digitalen Medien formulieren sie - analog: mit Füller auf Papier - ausführliche Antworten auf die gestellten Fragen. Für die Medienbildung hat der Dreh noch viel mehr bewirkt: den Schülern wurde klar, wie ein Film gedreht wird und wie aufwändig z.T. der kurze Dreh einer Szene ist.

Der fertige Film soll Ende April fertig sein und dann in der Lehrerbildung eingesetzt werden. Ich bin gespannt.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Filme präsentieren mit iPod Touch und iPhone und Beamer: Einfach und schnell verfügbar

Wenn Sie Ihren Schülern im Unterricht Filme zeigen, benötigen Sie einen Fernseher und DVD-Player. Inzwischen nutzen viele auch einen Beamer und ein Notebook oder Netbook. Es geht aber noch kleiner. Sie können - ohne großen Aufwand, aber leider mit einigen Zusatzkosten - Ihr iPhone oder Ihren iPod touch benutzen um beliebige Filme, die im mp4-Format vorliegen, vorzuführen.

Dazu schieben Sie den Film in iTunes in Ihren Film-Ordner bzw. synchronisieren so, dass der Film auf Ihrem iPod zu finden ist. Wenn Sie jetzt den Film ansehen können, ist er auch für ein größeres Publikum bereit. Nun benötigen Sie noch ein sauteueres Kabel von Apple, damit können Sie den Beamer mit dem iPod/iPhone verbinden. Einen Beamer brauchen Sie natürlich immer noch, allerdings sollten Sie auf ein solides Gerät zurückgreifen und nicht auf den sogenannten Taschenbeamer hereinfallen, so verführerisch er auch sein mag. Sinnvoll ist zudem, damit der Klang das Filmerlebnis komplettiert, ein Satz Lautsprecher. Alles in allem immer noch ein hoher Aufwand, aber immerhin ein großes Teil weniger zu transportieren...

Ein Tipp für die Filmnutzung: Sollten sich ausgewählte Filme (z.B. von der Edmond-Seite) nicht ohne Weiteres auf den iPod kopieren lassen, müssen Sie diese umwandeln. Am einfachsten geht das mit dem Programm iSquint, wenn das nicht funktionieren sollte, hilft MPEG Streamclip.

Noch einfacher ist es aber, einen Video-Podcast zu abonnieren, z.B. von Quarks & Co, Wissen macht Ah oder Kopfball. Auch diese Filme kann man den Schülern so zeigen, sogar spontan in einer Vertretungsstunde.

Schließlich noch ein Tipp: Will man eine Präsentation mit dem iPod zeigen, muss man ein passendes Format wählen, die Präsentation also als Film abspeichern und dann auch als Film präsentieren. Am einfachsten geht's mit Apples eigenem Präsentationsprogramm Keynote!