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Donnerstag, 4. Februar 2010

Manche Hörbücher für die Schule gibt es kostenlos - wer will, kann sogar selbst ein Hörbuch publizieren

Für das Zentralabitur in Nordrhein-Westfalen müssen die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Jahrgängen Fontanes Effi Briest lesen und den Törless. Zudem barocke Lyrik oder Liebesgedichte u.a. von Heinrich Heine.

Mal ganz abgesehen davon, dass Gedichte, werden sie denn schön vorgetragen, oft einen nachhaltigeren Eindruck machen, sind auch einige viele Romane online zu finden: bei Librivox. "LibriVox bietet freie Hörbücher aus der Public Domain, also urheberrechtsfreie Texte." Wo diese Texte herkommen? Nun, die Nutzer erstellen sie selbst. Die Qualität ist insofern auch extrem unterschiedlich. Es gibt erstklassig gesprochene Texte - mein momentaner Favorit ist Stevensons Treasure Island - aber auch eher mäßige Aufnahmen, sowohl im Bezug auf die technische Qualität wie auch im Hinblick auf Aussprache und Betonung.

Schön ist, dass es Texte in allen möglichen Sprachen gibt, die man auch für den Fremdsprachenunterricht verwenden kann, spanische, englische, französische, aber auch aus weniger im Schulunterricht üblichen Sprachen. Schön ist auch, dass die Text immer von Muttersprachlern aufgenommen wurden, dabei ist sogar Latein und Esperanto. Für die Oberstufenschüler, die sich ihre Lektüren gerne anhören möchten, gibt es die Möglichkeit das hier kostenlos zu machen. Es gibt Aufnahmen von Effi Briest, von diversen Werken Heinrich Heines oder von Gryphius und vieles mehr.

Wer seine Schüler zu echten Höchstleistungen bringen will, kann sie natürlich - z.B. mit Hilfe von audacity oder garage band dazu bewegen, selbst etwas zu produzieren und einzureichen. Natürlich nur mit Texten, die nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind. Gedichte wären ein Anfang, eine Erzählung nicht übel, ein Roman eine echte Herausforderung!

Ein Tipp für die iPod/iPhone-Nutzer: Es gibt ein kleines App, mit dem alle Bücher auch direkt unterwegs bzw. im Wlan gehört werden können.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Hörspiele lassen sich von Schülern mit iPod, Handy und PC ganz einfach aufnehmen und mit Sounds und Musik versehen


Haben Sie mit dem Kassetten-Recorder schon einmal ein Hörspiel mit Ihren Schülern aufgenommen oder die Schüler eins machen lassen? Dann ist der didaktische Nutzen dieses Vorgehens für Sie selbstverständlich? Gut, mit ein bisschen elektronischen Fingerspitzengefühl können Sie auch Computer und Handy für die Produktion nutzen.

Fast jedes Handy kann heute Sprache und Töne aufnehmen, die Sprachmemo-Funktion bei iPhone und iPod ist ebenso einfach zu benutzen. Das bedeutet, dass die Schüler ihr fertig ausformuliertes Hörspiel zu Hause oder in der Schule mit dem - wie heißt es so schön - Mobilen Endgerät aufnehmen können. Per Bluetooth oder mit dem Kabel lassen sich die Aufnahmen (z.B. vom iPhone/iPod) ganz einfach auf den Rechner übertragen.

Jetzt gibt verschiedene Möglichkeiten mit dem Rechner weiter zu arbeiten. Der Mac bietet einem das schöne Programm Garage Band, mit dem der Umgang wirklich so leicht und intuitiv ist, dass man das Handbuch fast garnicht benötigt. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Sprachdateien einfach in das Programm ziehen und dann in einer weiteren Spur weitere Musik- oder Sounddateien einfügen. Keine wirklich schlechte Alternative dazu bietet aber auch das kostenlose, aber großartige Audacity. Wie man damit arbeitet, ist schnell gelernt.

Man kann diese Sounds aus dem Internet laden, z.B. von der kostenlosen Hörspielbox, der Seite freesound.org (die zwar auf Englisch ist und bei der man sich anmelden muss, die aber ihre vielen gute Sounds kostenlos anbietet) oder aber von der Seite findsounds.com.

Vielleicht ist es sogar noch schöner, anschaulicher und für viele Schülerinnen und Schüler auch spannender, wenn man wie diese Nürnberger selbst die Geräusche macht oder aber die Geräusche mit dem Handy an Ort und Stelle aufnimmt und dann eigene Sounds verwendet. Tipps für die Primarstufe, wie man's selbst hinbekommt, gibt auch das Buch Hörspiele selber machen.