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Mittwoch, 12. Mai 2010

Karikaturen und Bilder anschaulich erklären (lassen) mit Photo-Booth

Lassen Sie Ihre Schüler Bilder, Plakate, Fotos oder Karikaturen erklären? Fällt Ihnen auch auf, das die Schüler manchmal nicht genau genug hinschauen, über Einzelheiten hinweg gehen usw. Dann hilft Ihnen vielleicht diese Idee weiter, die zum genauen Hinschauen verleiten möchte, zugleich aber den Schülern viel Spaß macht. Ein keineswegs perfektes Beispiel für ein Ergebnis, das ich selbst testweise erstellt habe, können Sie sich im folgenden Video-Fenster ansehen:



Und so kann man's nachmachen: Mit der Mac-Software PhotoBooth lassen sich kleine Filmchen drehen. Wollen Sie nun eine Karikatur beschreiben oder deuten (lassen), öffnen Sie zunächst das Programm PhotoBooth (das es nur für den Mac gibt) und klicken Sie unten auf das kleine Filmrollen-Symbol. Unter Effekte wählen Sie nun den Bereich aus, in dem Sie Benutzerhintergründe einfügen können. Nun ziehen Sie - z.B. vom Schreibtisch - Ihre Karikatur in den Hintergrund. Und schon können Sie (achten Sie dabei auf gute Lichtverhältnisse) beginnen. Nach dem klicken des Start-Buttons müssen Sie kurz das Bild verlassen. Jetzt kann die Aufnahme gestartet werden. Sie können das Bilder erläutern und den Schülern das Video zur Verfügung stellen. Möglich ist etwa eine Veröffentlichung in Moodle, etwa zur Ergebnisüberprüfung.

Noch besser ist es natürlich, wenn die Schülerinnen und Schüler selbstständig einen Text erarbeiten und auf dessen Basis die Karikatur erläutern. Das erwartet von den Schülern ein extrem hohes Maß an Konzentration auf Wesentliches und genaues Hinsehen. Auf dieses Weise können Sie den Schülern eine völlig neue Art der Ergebnissicherung abverlangen, die zudem auch allen anderen Schülern zum wiederholten Ansehen zur Verfügung steht.

Nicht nur im Fach Geschichte ließe sich diese Funktion gewinnbringend nutzen, auch bei einer Bildbeschreibung im Fach Deutsch und in verschiedensten Bereich in den Fremdsprachen macht der Einsatz Sinn.

Falls Sie eine noch genauere Einführung in die Nutzung von PhotoBooth benötigen, ist diese Seite der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen hilfreich.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Mit Hand, Herz und Computer

Hörspiele lassen sich auch per Hand vertonen, mit digitalen Mitteln ganz einfach. Jeder Raum eignet sich als einfaches Studio, wenn ein Rechner mit Mikrofon vorhanden ist. Mit mobilen Geräten wie Handy oder iPod lassen sich auch reale Geräusche einfach aufnehmen, ob für ein Hörspiel, ein Video oder einen Trickfilm.

In einem schönen Film erfährt man, wie spannend der Arbeitsplatz des Geräuschemachers ist. Die Sendung mit der Maus macht's möglich (auch als Podcast) . Ein bisschen skuril mag es einem scheinen, wenn man Norbert Schlawin agieren sieht, aber es macht zugleich auch Spaß und Lust es selbst zu machen. Eine schöne Radio-Sendung zum Geräusche-Machen gibt es auch beim Bayerischen Rundfunk.

Zusammen mit dem Computer ist das ganz einfach: Mit Garage Band (Mac) oder Audacity (Mac, Linux, Windows) lassen sich die handgemachten Geräusche ganz leicht aufnehmen und schneiden. Wie das geht, habe ich an anderer Stelle schon einmal erläutert.

Daraus lässt sich ein nettes Projekt entwickeln, wie z.B. bei diesen Schülerinnen in Nürnberg. Spannend ist möglicherweise auch, die Geräusche direkt live für eine kleine Theateraufführung zu machen wie dieser Geräuschemacher. Ein 1x1 der Geräuschemacher liefert auch der Soundsurfer in der Wiener Zeitung. Für die eigene Information (oder den Englisch-Unterricht in der Oberstufe) bietet sich auch die Story of Jack Foley an. Auch ein Besuch beim Geräuschemacher kann hilfreich sein. Als Unterrichtseinstieg bei jüngeren Schülern eignet sich sicherlich das Basteln von Geräusche-Rätseln.

Die Schüler haben jedenfalls Spaß daran - mit Herz, Hand und Computer.