Montag, 29. November 2010

Edmond macht's möglich ...


Im letzten Dezember gab es "einen aufregenden Tag für eine Kollegin und für mich. Das Medienzentrum Rheinland drehte einen Film über den Einsatz von Edmond-Medien im Unterricht. Edmond ist - auch wenn der Name es nahelegt - keine Person, sondern eine Abkürzung: Elektronische Distribution von Bildungsmedien on demand. Wir sollten innovativen Einsatz von Filmen zeigen, die wir uns bei Edmond heruntergeladen haben. Das Angebot an Filmen, Hörtexten und auch an Software ist ziemlich gut, die Suche und der Download gestalten sich aber als etwas holprig, auch im Hinblick auf die angebotenen Formate.

Meine Kollegin hat die Filme in einem Moodle-Kurs eingebaut und zeigt mit den Schülern Biologie-Unterricht: anhand von sachgerechten Filmen wird deutlich, welche Wirkung Drogen auf den menschlichen Organismus haben. Ich habe mir eine Stationenarbeit ausgedacht, bei der die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen Filme zum Ersten Weltkrieg auf ihren eigenen iPods bzw. iPhones ansehen können, um sich so einen ersten filmischen Eindruck von den Voraussetzungen des Krieges und vom Kriegsverlauf zu verschaffen. An jeder Station liegen zwei Geräte mit jeweils zwei Kopfhörern bereit, auf denen pro Station ein anderer Film zu sehen ist. So entwickelt sich nach und nach ein digitales Mosaik des Ersten Weltkriegs. Natürlich gibt es auch zwei Stationen, die mit nicht-elektronischen Medien ausgestattet sind, darunter die Auseinandersetzung mit dem berühmten Kriegsbild von Otto Dix. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt auf dem Smartboard. Einige davon hat die Schule glücklicherweise angeschafft. So kann, für alle gut sichtbar, etwa die Bündnissituation vor dem Krieg auf einer digitalen Karte eingetragen werden." - Soweit mein Post vom Dezember 2009.

Jetzt endlich sind die Filme fertig und man kann sich den Biologie- und den Geschichtsfilm ansehen. Das Biologie-Beispiel finde ich sehr gut gelungen, bei meinem Geschichtsunterricht fragt man sich allerdings, ob Shakespeare ("Much ado about nothing") etwas zu wörtlich genommen wurde. Außerdem gibt's auch einige nette andere Ideen. Trotz allem: Viel Spaß!

Montag, 5. Juli 2010

Elektronisch unterrichten muss wohl doch sein

"Internet macht nicht dümmer" so titelt die Süddeutsche Zeitung von heute im Feuilleton. Natürlich, ob "Druckerpresse, Zeitungen, Taschenbücher oder Fernsehen - sie alle erklärte man zu Bedrohungen für die geistige Leistungskraft und die Charakterstärke ihrer Konsumenten", schreibt Steven Pinker, Professor für Psychologie in Harvard, wohl nicht ganz zu Unrecht. Den häufig gezogenen Schluss daraus aber, dass Präsentationsprogramme, Suchmaschinennutzung und die Nutzung von Twitter unsere Intelligenz schmälerten, weist er weit von sich.

"Würden elektronische Medien die Intelligenz gefährden, so müsste die wissenschaftliche Qualität längst ins Bodenlose stürzen. Aber neue Entdeckungen und Erfindungen entstehen mit der Geschwindigkeit von Fruchtfliegen; der Fortschritt ist atemberaubend", so Pinker weiter. Ganz klar, dass man durch Musik eben nicht besser in Mathematik wird und durch Latein eben nicht zwangsläufig ein logisch denkendes Genie. Ein erstes Fazit: "Die Effekte, die der Konsum elektronischer Medien hat, sind also wahrscheinlich begrenzter, als die Ängste vor ihnen vermuten lassen würden." Statt über immer neue elektronische Ablenkung zu lamentieren, sollten wir lieber auf Selbstkontrolle setzen und zu "intellektueller Tiefgründigkeit" ermuntern. Welcher überzeugte Lehrer würde hier nicht laut Hurra schreien wollen? Denn diese Selbstkontrolle (auch im Umgang mit immer neuen Medien) und intellektuelle Tiefgründigkeit muss intensiv gelernt werden, nicht nur, aber auch mit elektronischen Medien.

Pinker schließt mit einem Aufruf an alle, die Wissen und Können vermitteln wollen: "Zum Glück helfen uns Internet und Informationstechnologien dabei, unseren kollektiven intellektuellen Output zu bewältigen[...]. Diese Technologien sind weit davon entfernt, uns dumm zu machen, ganz im Gegenteil: einzig durch sie werden wir klug bleiben." Auch elektronisch unterrichten ist in jeder Hinsicht sinnvoll. Immer wieder mal!

Freitag, 18. Juni 2010

Lebenslanges Lehrer-Lernen

Reflektieren Sie Ihren eigenen Unterricht? Wissen Sie noch, wann Sie in welchen Kursen unterrichtet haben, welche Fortbildungen Sie gemacht haben? Was Sie vor 10 Jahren über Binnendifferenzierung gedacht haben? Ob Sie in den Bereichen, die Sie sich vor Jahren vorgenommen haben, intensive Fortschritte gemacht haben oder stehen geblieben sind auf dem Stand von damals?

Wenn Sie das in Zukunft vermeiden möchten, nutzen Sie doch das kostenlose Lehrerportfolio der Universität Cambridge. In diesem elektronischen Portfolio können Sie über die verschiedensten Bereiche des Lehrer-Seins Informationen sammeln. Notieren Sie Ihre Arbeitsstellen, führen Sie ein elektronisches Lehrer-Tagebuch, stellen Sie Ihre Fortbildungen übersichtlich zusammen, sammeln Sie Ideen und geniale Einfälle. Alles können Sie natürlich exportieren und für Ihre Zwecke verwenden und ausdrucken.

Natürlich, das System ist in englischer Sprache und als Lehrer in Deutschland benötigt man vielleicht nicht unbedingt den Nachweis, dass man dies oder jenes gemacht und geleistet hat, weil man ja als Beamter auf der sicheren Seite scheint, aber sollte uns das daran hindern unser eigenes unterrichtliches Handeln zu reflektieren und zu verbessern? Schön daran ist, dass Sie von überallher darauf zugreifen können.

Im Studienseminar Stuttgart findet sich für Referendare der folgende Abschnitt, der aber auch für das lebenslange Lernen von Lehrer gelten sollte: "Das Portfolio ist eine Art Sammelmappe für ganz unterschiedliche und vielfältige Unterlagen, die Sie selbst einlegen; es ist somit ganz individuell auf Sie zugeschnitten und soll Ihnen in seiner Gesamtheit Gelegenheit und Möglichkeit zum Lernen und zur Selbstreflexion geben. Es soll Sie über die Dauer Ihrer Ausbildung begleiten und so Ihre ganz persönliche Entwicklung widerspiegeln. Sie selbst führen es, und Sie selbst entscheiden, ob Sie es jemand zeigen möchten." Auf den Seiten der Uni Cambridge lässt sich dies elektronisch tun.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Referate mit dem Handy?

Auf dem Schulgelände kommen mir einige Schüler entgegen, mit Handys in der Hand. Sie fotografieren, das Gebäude, die Mensa, den Schulleiter. Eigentlich sind Handys in unserer Schule verboten, aber hier zeigt sich der praktische Nutzen. Sie drehen auch kleine Filmchen. Konzentriert, ein bisschen aufgeregt, einander Tipps gebend, was denn ein lohnendes Motiv wäre.

Auf Nachfragen sagen die Schüler: Wir bereiten ein Referat vor zum Thema "Unsere Schule" und wir brauchen natürlich Bildmaterial. Was daraus geworden ist? Keine Ahnung! Aber die Schüler waren hochmotiviert und setzten sich mit ihrer neuen Schule - es handelte sich um Fünftklässler - auseinander. Sie zeigten zudem, wie entspannt sie mit dem für sie völlig selbstverständlichen Medium umgehen können.

Das sollte man für den Unterricht doch viel häufiger nutzbar machen, oder nicht?

Im Internet finden Sie weitere Ideen zum Handy im Unterricht und wie Handys beim Lernen helfen, z.B. im Fach Mathematik.

photo © LORENTE Jerome for openphoto.net CC:Attribution-ShareAlike

Kleiner Nachtrag: Hier finden Sie die dabei entstandenen Fotos!

Freitag, 28. Mai 2010

Literarische Vorlagen oder historische Szenen zu Trickfilmen verarbeiten

Einen Text zu lesen und danach produktionsorientiert zu arbeiten, ist in der Literaturdidaktik ein alter Hut. Das Produkt mit dem Computer zu erstellen hat verschiedene Vorteile. Wenn es zudem noch eine nette kleine, zudem kostenlose Online-Anwendung wie den dvolver Moviemaker gibt, umso mehr.

So lässt sich eine Szene mit verschiedenen Figuren direkt online erstellen und dann (an Freunde oder den Lehrer) per Mail verschicken. Das ist nicht nur schön, sondern auch spannend. Zudem kann man durch Auswahl von Musik und Figuren zeigen, wie gut man den Text gelesen und verstanden hat. Ob ich nun einen Dialog zwischen Faust und Mephisto, ein Gedicht oder ein Märchen umsetze, spielt dabei eigentlich keine Rolle. Allerdings kommt das das kleine, intuitiv zu bedienende Programm insbesondere im Bereich der Oberstufe auch schnell an seine Grenzen, wie mein kleines Beispiel zu einem Ausschnitt aus einer Szene aus Goethes Faust beweist.

Nichtsdestotrotz können Schüler mit dem Moviemaker kleine Szenen selbst entwickeln, ob im Literaturunterricht, im Sprachunterricht - auch in der Fremdsprache übrigens - oder bei der Gestaltung von zentralen historischen Szenen. Wie wäre es mit einem Dialog zwischen Robespierre und Danton? Oder einem Gespräch in lateinischer Sprache? Möglich wäre sicher auch einen Sachverhalt von den Figuren erklären zu lassen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Danke für den Hinweis übrigens an Nik Peachey.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Gedichte sind gemalte Fensterscheiben ...

Bei Gedichten gehört die Untersuchung von rhetorischen Figuren zur notwendigen Verstehensvoraussetzung. Bei vielen Gedichten weist schon die Wiederholung von zentralen Begriffen auf ihre zentrale Bedeutung hin. Dem geübten Leser etwa fällt bei der Auseinandersetzung mit Heines "Die schlesischen Weber" unmittelbar auf, dass die Weber, die für den König eine Bedrohung darstellen, mit der Wendung "wir weben" als Gruppe hervorgehoben sind, auch der Fluch, der dem König droht, wird hierdurch zentral.

Ob es sich dabei um eine wiederholte Anapher oder eine Epipher handelt kann sich bei der weiteren Untersuchung des Gedichtes zeigen.

Natürlich müssen weitere Untersuchungen folgen, natürlich muss man formal und inhaltlich genauer in die Tiefe gehen. Aber als erster Schritt ist - auf keinem Fall bei jedem beliebigen Gedicht - ein Vorgehen mit Hilfe von Wordle denkbar, denn der Zugang zu einem Gedicht auf diese Weise macht den Schülern nicht nur Spaß, sondern lenkt die Aufmerksamkeit auch auf das, was untersucht werden soll, die sprachliche Form. Sei es nun C.F. Meyers Gedicht Zwei Segel oder Goethes Gefunden spannend ist es allemal.

Mit wordle lassen sich zentrale, sich wiederholende Begriffe in einem Gedicht ganz einfach sichtbar machen und dann kann man weiter damit arbeiten. In voller Schönheit können Sie das fertige Bild des Heinegedichtes natürlich auch ansehen.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Karikaturen und Bilder anschaulich erklären (lassen) mit Photo-Booth

Lassen Sie Ihre Schüler Bilder, Plakate, Fotos oder Karikaturen erklären? Fällt Ihnen auch auf, das die Schüler manchmal nicht genau genug hinschauen, über Einzelheiten hinweg gehen usw. Dann hilft Ihnen vielleicht diese Idee weiter, die zum genauen Hinschauen verleiten möchte, zugleich aber den Schülern viel Spaß macht. Ein keineswegs perfektes Beispiel für ein Ergebnis, das ich selbst testweise erstellt habe, können Sie sich im folgenden Video-Fenster ansehen:



Und so kann man's nachmachen: Mit der Mac-Software PhotoBooth lassen sich kleine Filmchen drehen. Wollen Sie nun eine Karikatur beschreiben oder deuten (lassen), öffnen Sie zunächst das Programm PhotoBooth (das es nur für den Mac gibt) und klicken Sie unten auf das kleine Filmrollen-Symbol. Unter Effekte wählen Sie nun den Bereich aus, in dem Sie Benutzerhintergründe einfügen können. Nun ziehen Sie - z.B. vom Schreibtisch - Ihre Karikatur in den Hintergrund. Und schon können Sie (achten Sie dabei auf gute Lichtverhältnisse) beginnen. Nach dem klicken des Start-Buttons müssen Sie kurz das Bild verlassen. Jetzt kann die Aufnahme gestartet werden. Sie können das Bilder erläutern und den Schülern das Video zur Verfügung stellen. Möglich ist etwa eine Veröffentlichung in Moodle, etwa zur Ergebnisüberprüfung.

Noch besser ist es natürlich, wenn die Schülerinnen und Schüler selbstständig einen Text erarbeiten und auf dessen Basis die Karikatur erläutern. Das erwartet von den Schülern ein extrem hohes Maß an Konzentration auf Wesentliches und genaues Hinsehen. Auf dieses Weise können Sie den Schülern eine völlig neue Art der Ergebnissicherung abverlangen, die zudem auch allen anderen Schülern zum wiederholten Ansehen zur Verfügung steht.

Nicht nur im Fach Geschichte ließe sich diese Funktion gewinnbringend nutzen, auch bei einer Bildbeschreibung im Fach Deutsch und in verschiedensten Bereich in den Fremdsprachen macht der Einsatz Sinn.

Falls Sie eine noch genauere Einführung in die Nutzung von PhotoBooth benötigen, ist diese Seite der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen hilfreich.

Dienstag, 4. Mai 2010

Übungsblätter vom Computer erstellt

Elektronisch unterrichten muss nicht heißen, dass die Schülerinnen und Schüler direkt mit digitalen Medien arbeiten. Wenn das Internet den Lehrer von einfachen, aber sinnvollen Arbeiten entlastet, kann das genauso hilfreich sein.

Ein wunderbares Beispiel für eine solche Entlastung ist der Übungsblatt-Generator des Goethinstituts. Eigentlich ist er ja für Deutschlehrer im Bereich DaF gedacht, aber auch für andere Fächer ist er sehr gut zu nutzen.

Sie können einen beliebigen digital verfügbaren Text in den Generator kopieren und dann verschiedene Einstellungen vornehmen. Um etwa die Auferksamkeit der Schüler auf einen Text zu fokussieren, bietet es sich an die Abschnitte eines Textes in die richtige Reihenfolge bringen zu lassen oder Überschriften einzelnen Textabschnitten zuordnen zu lassen. Das geht mit dem Generator denkbar einfach. Ob bei der Sortierung der Strophen eines Gedichts, der Strukturierung eines Sachtexts oder einer Kurzgeschichte, der Generator stellt eine simple Möglichkeit dar, die Lesekompetenz der Schüler zu trainieren.

Mehr noch: Es lassen sich beliebige Lückentexte erstellen, die ausgelassenen Wörter - ein klarer Vorteil gegenüber der einfachen Textverarbeitung - werden zu Beginn des Textes automatisch in einem Kasten zusammengestellt. Die fertigen Übungsblätter kann ich dann ausdrucken oder aber auch zum Speichern in meine Textverarbeitung übernehmen.

Insgesamt ein nette, kleine Online-Anwendung, mit der sich schnell und gut didaktisiertes Unterrichtsmaterial erstellen lässt.

Donnerstag, 22. April 2010

Referate sinnvoll vorbereiten durch visuelle Begriffsrecherche

Sicher ist es Ihnen schon aufgefallen: Wenn Schüler Referate vorbereiten, nutzen sie wikipedia. Das ist nicht immer sinnvoll, schon garnicht immer ausreichend, manchmal aber auch viel zu umfangreich. Die Schüler müssen sicher auch lernen andere Medien als das Internet zu nutzen.
Wer aber seine Referatsvorbereitung unter anderem mit wikipedia bestreitet, sollte das vielleicht in besonderer Weise tun und dazu den Eyeplorer verwenden.


Dann sieht das Ergebnis einer Recherche nach dem Begriff "Web 2.0" nicht mehr so aus wie in der klassischen Wikipedia-Ansicht (auf dem Bild links), sondern wird in einem bunten Kreis dargestellt, der insbesondere die Verlinkungen zu den verschiedensten anderen Wikipedia-Artikeln repräsentiert.

Bunter Schnickschnack? Nein, eher sinnvolle Strukturierung. Zentrale Begriffe werden mit großen Stichworten repräsentiert, weniger wichtige Begriffe sind kleiner zu sehen. Die Stichworte sind zudem Oberbegriffen zugeordnet (etwa: Wissenschaft & Technologie, Personen, Gesundheit), die je nach Suchbegriff in Inhalt und Größe - je nach Relevanz für das Thema - variieren. Sicherlich: Manche Begriffe und Zuordnungen sind durchaus streibar, aber insgesamt handelt es sich um ein kluges Recherche-Instrument.

Natürlich kann ich mit der Maus über die einzelnen Begriffe gehen und erhalte eine kurze Erklärung, in welchem Zusammenhang der Begriff im entsprechenden wikipedia-Artikel verwendet wird. Auch kann im Rahmen des Kreises ein für meine Recherche besonders wichtiger Begriff ausgewählt werden, auf den die Recherche dann beschränkt wird, falls ich mich etwa nur für die naturwissenschaftlichen Aspekte in Angela Merkels Karriere interessiere.

Meldet man sich - natürlich kostenlos - an, kann man zudem gefundene Informationen ganz einfach in einem Online-Notizbuch sammeln und hat immer wieder Zugang auf die gesammelten Informationen. Alle anderen Funktionen sind aber auch ohne Anmeldung nutzbar. Ob ich Informationen für ein Referat oder aber eine Facharbeit oder ein Portfolio zu einem Thema zusammenstelle, der Eyeplorer dürfte eine große Hilfe sein, mindestens bei der Strukturierung und der Planung eines Themas.

Wie einfach die Nutzung ist, wird mit Hilfe dieses Videos sehr schön deutlich. Ein Dank an Nik Peachey für diesen Tipp.

Samstag, 3. April 2010

Filme von Youtube zielgenau im Unterricht nutzen

Verwenden Sie im Unterricht Filme oder Filmausschnitte von Youtube? Bekommen die Schülerinnen und Schüler dann einen Arbeitsauftrag á la "Schaue dir einen Auschnitt aus dem Film "Da Vinci Code" ab Minute 3.06 bis Minute 5.03 an. Sieh dir genau an, wie der Vortrag von Prof. Langdon (gespielt von Tom Hanks) mit der Multimedia-Präsentation im Hintergrund zusammenhängt. Was fällt dir auf? "

Das Problem bei dieser Aufgabe ist, dass die Schüler von dem, was vorher ist und von dem, was nachher kommt, abgelenkt sind vom eigentlichen Problem, nämlich der Frage danach, wie eine gute Computer-Präsentation aussehen kann. Die Konzentration auf das Wesentliche geht verloren. Manchmal ist in einem Video auch die Lösung enthalten, die Schüler besser selbst entwickelt hätten.

Ganz einfache Abhilfe schafft hier die schöne Online-Anwendung safeshare.tv Hier können Sie den Schülern nur den Filmausschnitt von der youtube-Seite zur Verfügung stellen, den diese auch sehen sollen. Das geht denkbar einfach. Die Aufgabenstellung wird dadurch aber wirklich übersichtlich und kann sich auf den zentralen Untersuchungsaspekt konzentrieren: "Schaue dir diesen Ausschnitt aus dem Spielfilm "Da Vinci Code" an. Sieh dir genau an, wie der Vortrag von Prof. Langdon (gespielt von Tom Hanks) mit der Multimedia-Präsentation im Hintergrund zusammenhängt. Was fällt dir auf?"

Jetzt können die Schüler den Film ansehen: Ohne die Abschnitte vorher und nachher, ohne von Werbung für andere Youtube-Filme abgelenkt zu werden und zudem auch noch als zentrale Information mitten auf dem Bildschirm. Eine sinnvolle und notwendige Reduktion!

Dienstag, 16. März 2010

Karten werden im Unterricht häufig verwendet - online lassen sie sich einfach erstellen, auch von Schülern

Haben Sie schon einmal nach der perfekten Karte für Ihren Unterricht gesucht? Eine Karte, auf der zwar die Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns eingezeichnet sind, aber nicht die Städtenamen? Oder umgekehrt? Dann ist StepMap genau das richtige für Sie. Hier können Sie online jede beliebige Karte erstellen, in nur vier Schritten: Zunächst wählen Sie ein Gebiet aus und eine passende Karte, z.B. Afrika und dann Südafrika, im zweiten Schritt geben Sie zentrale Punkte (z.B. Städte) ein, in einem dritten Schritt versehen Sie die einzelnen Punkte mit Informationen (z.B. mit Filmen und Texten, die dann direkt verlinkt werden, in einem vierten Schritt speichern Sie Ihre Karte und entscheiden, ob Sie diese öffentlich zur Verfügung stellen wollen oder ob Sie diese nur für persönliche Zwecke nutzen.

Sollen Ihre Schüler etwa die Reiseroute eines Romanhelden nachvollziehen, so geht das mit StepMap ganz einfach. Die folgende Karte habe ich zu Lutz van Dijks Roman "Themba" erstellt:

Themba und Nomtha suchen nach ihrer Mutter

Ein Klick auf eine der Zahlen und Sie gelangen zur StepMap-Seite, rechts finden sich dann die Informationen zu den einzelnen Städten.

Besonders schön ist es, die Schülerinnen und Schüler selbst Karten erstellen zu lassen, etwa zu den Handlungsorten in Emilia Galotti, wobei dann die Bedeutung der einzelnen Orte (Stadt, Guastalla, Lustschloss des Prinzen) erläutert werden müsste.
Oder eine Studienreise wird vorbereitend (oder nachbereitend) mit Hilfe von Fotos, Video und Text präsentiert.

Im Erdkunde-Unterricht lassen sich verschiedenste Karten erstellen, etwa eine zur Bevölkerung Südamerikas.

Bevölkerung von Südamerika

Oder auch nur, um zu zeigen, wo Bayern spielt. Hier kann man schön sehen, wie Videos eingebunden wurden:

FC Bayern München - Saison 2008/2009

Ein Video auf der Startseite erklärt übrigens, wie einfach die Arbeit mit Stepmap ist.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Mit Hand, Herz und Computer

Hörspiele lassen sich auch per Hand vertonen, mit digitalen Mitteln ganz einfach. Jeder Raum eignet sich als einfaches Studio, wenn ein Rechner mit Mikrofon vorhanden ist. Mit mobilen Geräten wie Handy oder iPod lassen sich auch reale Geräusche einfach aufnehmen, ob für ein Hörspiel, ein Video oder einen Trickfilm.

In einem schönen Film erfährt man, wie spannend der Arbeitsplatz des Geräuschemachers ist. Die Sendung mit der Maus macht's möglich (auch als Podcast) . Ein bisschen skuril mag es einem scheinen, wenn man Norbert Schlawin agieren sieht, aber es macht zugleich auch Spaß und Lust es selbst zu machen. Eine schöne Radio-Sendung zum Geräusche-Machen gibt es auch beim Bayerischen Rundfunk.

Zusammen mit dem Computer ist das ganz einfach: Mit Garage Band (Mac) oder Audacity (Mac, Linux, Windows) lassen sich die handgemachten Geräusche ganz leicht aufnehmen und schneiden. Wie das geht, habe ich an anderer Stelle schon einmal erläutert.

Daraus lässt sich ein nettes Projekt entwickeln, wie z.B. bei diesen Schülerinnen in Nürnberg. Spannend ist möglicherweise auch, die Geräusche direkt live für eine kleine Theateraufführung zu machen wie dieser Geräuschemacher. Ein 1x1 der Geräuschemacher liefert auch der Soundsurfer in der Wiener Zeitung. Für die eigene Information (oder den Englisch-Unterricht in der Oberstufe) bietet sich auch die Story of Jack Foley an. Auch ein Besuch beim Geräuschemacher kann hilfreich sein. Als Unterrichtseinstieg bei jüngeren Schülern eignet sich sicherlich das Basteln von Geräusche-Rätseln.

Die Schüler haben jedenfalls Spaß daran - mit Herz, Hand und Computer.

Dienstag, 9. Februar 2010

Moodle - eine Lernplattform mit unbegrenzten Möglichkeiten

Eine Lernplattform für den Einsatz im Unterricht muss einige wesentliche Anforderungen erfüllen: Sie sollte wesentliche Ziele des Unterrichts unterstützen, fördern und vereinfachen kostenlos sein und ohne kommerziellen Hintergrund. Das ist nur bei moodle so der Fall, denn lo-net ist zwar kostenlos, aber keinesfalls ohne kommerziellen Hintergrund.

Aber welche Lernplattform soll man wählen? Die Badenwürttembergische Landesakademie für Lehrerfortbildung meint dazu: "Schulen, die weiter gehende Ansprüche haben und sich ernsthaft auf das Experiment E-Learning einlassen wollen, sind mit einer Plattform wie moodle wohl besser dran." Das ist richtig! Nur, was muss ich machen, um mich "ernsthaft auf das Experiment E-Learning" einzulassen? Wie komme ich zu einem eigenen moodle?

Um moodle auszuprobieren, empfehle ich Lehrern sich auf der Seite des Vereins moodleschule e.V. einen Kurs einrichten zu lassen. Das ist für Lehrer kostenlos. Stellt sich heraus, dass die Schule insgesamt mit moodle arbeiten möchte, empfiehlt sich im Teststadium eine institutionelle Mitgliedschaft der Schule im Verein, denn als Mitglied wird einem ein kostenloses Schulmoodle zur Verfügung gestellt. Bleibt man langfristig bei der Arbeit mit moodle - ich hege daran keinen Zweifel - kann man sich auch überlegen, sein moodle z.B. bei einem kommunalen Rechenzentrum betreiben zu lassen.

Auf der moodleschule-Seite, aber auch beim moodletreff der Bezirksregierung Düsseldorf lassen sich zahlreiche moodle-Kurse ansehen, die auch deutlich machen, welche Arbeitserleichterung moodle nicht nur langfristig bedeutet.

Wenn Sie mit moodle arbeiten wollen, stehen Ihnen kostenlos vielfältige Materialien zur Verfügung. Zur Einführung sei das kostenlose, aber erstklassige Moodle-Handbuch für Lehrerinnen empfohlen. Wirklich anschaulich werden die Möglichkeiten, die moodle eröffnet, auch im moodle-Selbstlernkurs erklärt. Hier lernt man online alles, was moodle zu bieten hat - aus Lehrersicht und aus Schülersicht. Schön daran ist - trotz der Unübersichtlichkeit -, dass ein moodle verwendet wird, in dem das Material zusammengestellt ist. In einem Artikel für Praxis Geschichte habe ich für den Geschichtsunterricht erläutert, wie man moodle verwenden kann.

Fertige moodle-Kurse lassen sich übrigens problemlos speichern, exportieren und in andern moodles wiederverwenden.

Podcasts im Geschichtsunterricht

Hören Sie im Radio manchmal das Kalenderblatt der Deutschen Welle, das Forum Zeitgeschichte des NDR oder die Zeitzeichen in WDR und NDR? Kennen Sie 60 Sekunden Geschichte beim SWR oder das Kalenderblatt des Bayerischen Rundfunks? Finden Sie auch, dass diese Sendungen oft gut gemacht sind und eine historische Situation oder Persönlichkeit, eine wichtige Erfindung oder zentrale Gruppierung angemessen auf den Punkt bringen?

Im Unterricht lassen sich solche Radio-Sendungen einfach verwenden. Sie müssen sie dazu nicht einmal aufnehmen - früher saß man vor dem Radio und wartete auf den Moment, wo das angekündigte Zeitzeichen begann. Heute laden Sie sich die Hördatei auf Ihren Computer, brennen eine CD und dann kann man die Hör-Datei ganz klassisch im Unterricht verwenden, z.B. als Unterrichtseinstieg. Noch einfacher ist es, wenn Sie sich die Datei auf den MP3-Player oder das Handy holen, Boxen anschließen, fertig.

Möglich ist aber auch, dass die Schüler sich die Dateien online selbst anhören. Dazu können Sie ihnen einfach den Link geben. In einem Lern-Management-System wie moodle ist die Verwendung noch einfacher. Sie als Lehrer laden die Datei in moodle hoch oder platzieren dort einen Link zum entsprechenden Radiosender. Die Schüler können sich nun im Unterricht oder als Hausaufgabe die Sendung anhören und ggf. sogar eine Aufgabe dazu bearbeiten (siehe Bild).

Ein Vorteil unter vielen: Muss noch einmal nachgehört werden, kann jeder Schüler individuell in der Hördatei vor und zurück springen, kann nachhören und genauer hinhören. Wer wollte das nicht bei seinen Schülern erreichen?

Donnerstag, 4. Februar 2010

Manche Hörbücher für die Schule gibt es kostenlos - wer will, kann sogar selbst ein Hörbuch publizieren

Für das Zentralabitur in Nordrhein-Westfalen müssen die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Jahrgängen Fontanes Effi Briest lesen und den Törless. Zudem barocke Lyrik oder Liebesgedichte u.a. von Heinrich Heine.

Mal ganz abgesehen davon, dass Gedichte, werden sie denn schön vorgetragen, oft einen nachhaltigeren Eindruck machen, sind auch einige viele Romane online zu finden: bei Librivox. "LibriVox bietet freie Hörbücher aus der Public Domain, also urheberrechtsfreie Texte." Wo diese Texte herkommen? Nun, die Nutzer erstellen sie selbst. Die Qualität ist insofern auch extrem unterschiedlich. Es gibt erstklassig gesprochene Texte - mein momentaner Favorit ist Stevensons Treasure Island - aber auch eher mäßige Aufnahmen, sowohl im Bezug auf die technische Qualität wie auch im Hinblick auf Aussprache und Betonung.

Schön ist, dass es Texte in allen möglichen Sprachen gibt, die man auch für den Fremdsprachenunterricht verwenden kann, spanische, englische, französische, aber auch aus weniger im Schulunterricht üblichen Sprachen. Schön ist auch, dass die Text immer von Muttersprachlern aufgenommen wurden, dabei ist sogar Latein und Esperanto. Für die Oberstufenschüler, die sich ihre Lektüren gerne anhören möchten, gibt es die Möglichkeit das hier kostenlos zu machen. Es gibt Aufnahmen von Effi Briest, von diversen Werken Heinrich Heines oder von Gryphius und vieles mehr.

Wer seine Schüler zu echten Höchstleistungen bringen will, kann sie natürlich - z.B. mit Hilfe von audacity oder garage band dazu bewegen, selbst etwas zu produzieren und einzureichen. Natürlich nur mit Texten, die nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind. Gedichte wären ein Anfang, eine Erzählung nicht übel, ein Roman eine echte Herausforderung!

Ein Tipp für die iPod/iPhone-Nutzer: Es gibt ein kleines App, mit dem alle Bücher auch direkt unterwegs bzw. im Wlan gehört werden können.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Texte online lesen wird von Schülern immer häufiger verlangt - aber ohne Markierungen?

Wenn ich mit Schülern am Computer arbeite, z.B. mit moodle, finden sie das meist interessant und spannend. Sie loben dies und loben jenes. Aber (fast) immer wird eine Sache moniert, die einem als Kleinigkeit erscheinen mag: "Man kann am Bildschirm leider nicht unterstreichen!" Die Schüler haben damit Recht. In der Sekundarstufe trainieren wir, wie man Texte liest und Informationen entnimmt, etwa mit der Fünf-Schritt-Lesemethode und wie wichtig es ist, etwa Schlüsselbegriffe zu unterstreichen, eine wesentliche Fertigkeit!

Auch online kann man meines Erachtens nicht darauf verzichten. Dazu kann man sich im Firefox-Browser ein wunderbares, kleines Programm installieren, den Wired Marker. Mit Hilfe dieses Programms lassen sich Wörter auf einer beliebigen Internet-Seite, also etwa auch in einem Learning Management System wie moodle, in verschiedenen Farben markieren.

Wie das Bild oben zeigt, geht das nach der Installation des Programms ganz einfach: Mit der Maus wird ein beliebiges Wort markiert, ein Klick mit der rechten Maustaste stellt das Wired-Marker-Auswahlmenü zur Verfügung und ich kann in einer beliebigen Farbe den Text markieren, den ich möchte.

Besonders schön daran ist, dass ich - allerdings nur an dem Rechner, an dem ich vorher gearbeitet habe - zu einem späteren Zeitpunkt mit Hilfe eines übersichtlichen Side-Menus auf alle meine Markierungen zugreifen kann. Erstklassig ist auch, dass ich die einzelnen Marker unterschiedlich benennen kann, etwa um mir bei der Textlektüre die Zuordnung zu erleichtern.

Wenn ich mit Schülern sinnvolles Markieren trainieren möchte, geht das mit Hilfe des Wired Markers auch online in Zukunft ganz einfach!

Dienstag, 12. Januar 2010

moodle macht's möglich - Online Hausaufgaben einreichen und korrigieren geht ganz einfach


Ein wunderbar einfaches System, um Hausaufgaben online einzusammeln, zu bewerten und zu korrigieren ist das Aufgabenmodul von moodle.

Sie als Lehrer stellen eine Aufgabe, jeder Schüler kann diese Aufgabe sehen und seine Lösung direkt eingeben - oder auch eine fertige Datei (etwa eine Präsentation) hochladen.

Auf dem Bild sehen Sie, wie sich die Lösung einer solchen Online-Aufgabe für Sie als Lehrer darstellt. Keine unleserliche Schrift, keine unübersichtliche Seitengestaltung, kein Geschmier und Gekritzel. Wenn Sie wollen können Sie für eine genaue Rechtschreibkorrektur das System sogar so einstellen, dass Sie die einzelnen Fehler korrigieren können.

Hat eine Schülerin die Aufgabe eingereicht, können Sie dies direkt sehen - wenn Sie wollen, bekommen Sie sogar eine Mail geschickt mit dieser Information. In der Korrekturübersicht (siehe Bild, zum Vergrößern Doppelklick aufs Bild) können Sie dann die Arbeit jedes einzelnen Schülers auswählen und dann sowohl eine Note geben als auch einen Kommentar zum Text schreiben, wenn es Ihnen nötig erscheint.

Ein weiterer Vorteil: Sie müssen nicht etwa alle Haushefte mit nach Hause nehmen, Seite mit der Aufgabe suchen, nächstes Heft zur Hand nehmen. Nein, Sie finden alle Hausaufgaben ordentlich untereinander aufgelistet in alphabetischer Reihenfolge, können zügig alle Texte der Schülerinnen und Schüler im direkten Vergleich miteinander bewerten, ggf. nochmals nachlesen, ob es Textgleichheiten gibt usw. Auch eine schnelle Überprüfung mit google, ob die Hausaufgabe selbst gemacht ist, lässt sich so einfach bewerkstelligen.

Dabei ist es auch nicht unbedingt nötig immer alle Aufgaben zu korrigieren, wer schafft das schon! Das System ermöglicht es mir ohne großen Aufwand nachzuhalten, wer seine Aufgaben erledigt und wer nicht. Ich kann das sogar mit + und - markieren, wenn ich möchte. Und: Habe ich in einem Moodle-Kurs einige Aufgaben gestellt, sie wurden von den Schülerinnen und Schülern bearbeitet und von mir bewertet, erhalte ich ohne großen Aufwand eine übersichtliche Tabelle mit sämtlichen Noten, die in diesem Kurs erteilt worden sind.

Das für den Bildungsbereich kostenlose Moodle kann man übrigens als Lehrer einfach ausprobieren bei moodleschule e.V.